Alfons Nehring (1890 - 1967)

Alfons Nehring wurde am 12.08.1890 in Briesche bei Trebnitz geboren und lebte in Briesche bei Trebnitz, Breslau, Würzburg, Milwaukee, WI, New York.

Seine Eltern waren Nehring Nikolaus (1852–1908) und Nehring Paula geb. Riesenfeld (1861–1926).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Nehring Helene geb. Cramer, die Ehe wurde am 1929 in Bad Oeynhausen geschlossen.

Er starb am 09.12.1967 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hochschullehrer, Sprachwissenschaftler; Prof., Dr. phil. Alfons Nehring wuchs in der Familie des katholischen Kaufmanns Nikolaus Nehring und seiner jüd. Ehefrau Paula geb. Riesenfeld nahe der Stadt Trebnitz (Trzebnica) und in Breslau in Niederschlesien auf. Er studierte Philologie an den Universitäten Breslau und Berlin. Nach seiner Promotion (1915) und Habilitation (1923) gehörte er von 1923 bis 1930 dem Lehrkörper der Philosophischen Fakultät der Universität Breslau an. Im April 1930 übernahm er den Lehrauftrag für alt Sprachen und Vergleichende Sprachwissenschaft an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. NS-Regime: Im Oktober 1933 wegen seiner jüd. Herkunft als "Halbjude" nach dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen. Der nichtjüd. Hochschullehrer engagierte sich dann im "Reichsverband christlich-deutscher Staatsbürger nicht arischer oder nicht rein arischer Abstammung". Ab 1934 war er auf Stellensuche im Ausland. 1938 konnte er mit einem Besucher-Visum in die USA emigrieren. Dort unterrichtete er von 1938 bis 1943 an der privaten, katholischen Marquette University in Milwaukee, ab 1943 dann an der katholischen Fordham University in New York City. Gründungsmitglied des Council for a Democratic Germany (1944). 1952 Rückkehr nach Würzburg, wo er wieder als Professor für komparative Linguistik arbeitete. Ehrenamt: Alfons Nehring war von 1953 bis 1955 Rektor der Universität Würzburg. Der 1958 emeritierte Hochschullehrer starb Ende 1967 mit 77 Jahren in Würzburg. [1016] Quellen: -Alfons A. Nehring -Schmitt, Rüdiger, "Nehring, Alfons" in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 40 [Onlinefassung].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.