Jakob Jekutiel Neubauer wurde am 29.01.1895 in Leipzig geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Leipzig, Würzburg, Amsterdam, Lager Westerbork, KZ Bergen-Belsen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Neubauer Anna Sprinza geb. Joselowski (um 1870) und Neubauer Hermann (um 1865–1938).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Neubauer Reia (Racy, Raue), Reia (Racy, Raue,Rosa) geb. Dym, die Ehe wurde am 1914 in Przeworsk/Galizien geschlossen.
Seine Kinder waren Gitter, Neubauer Lea geb. Neubauer (20.10.1917–11.07.2013), Nathansen Sarahinde geb. Neubauer (21.04.1915–1997), Neubauer Josef Eliezer (22.05.1916–nach 1975), Neubauer Jecheskel Josua (26.11.1924–03.09.1944), Neubauer, Sopher Miriam geb. Neubauer (31.05.1923–05.04.1987) und Izchaki Hanna geb. Neubauer (31.08.1920).
Er starb am 22.03.1945 in Bergen-Belsen.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner; Dr. Jakob Neubauer wuchs in der aus Rumänien stammenden wohlhabenden Kaufmannsfamilie Hermann und Anna Neubauer in der sächischen Stadt Leipzig auf. Er besuchte dort das Gymnasium; daneben erhielt er, unter dem Einfluß des chassidischen Vaters, eine umfassende religiöse Erziehung durch Hauslehrer, fortgesetzt bei Rabbinern in Auschwitz (wikide(Oświęcim)) und Krakau; er erhielt mit nur 18 Jahren die Rabbinatswürde. Es folgte ein Studium der Rechtswissenschaften und semitische Sprachen an der Universität Leipzig. Die angebotene akademische Laufbahn (nach vielbeachtenden Veröffentlichungen) schlug er aus und zog sich als Privatgelehrter (Dr. jur., Dr. math.) auf das väterliche Landgut in Hermannsberg bei Wiesent in der bayerischen Oberpfalz zurück, wo er die Religionsstudien weiterführte. Jakob Jekutiel Neubauer kam 1926 als Rabbiner an die Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg; er unterrichtete hier talmudische Studien, jüd. Geschichte und andere Fächer. Die religiöse Ausbildung am Seminar erfuhr durch ihn eine neue Qualität, wodurch auch viele jüd. gebildete Studierende angezogen wurden. Sein Haus wurde ein Zentrum des intellektuell-orthoxen (orthodoxes Judentum) Lebens in der Stadt; zu den Lernzirkeln stießen auch besonders jüd. Studenten an der Universität Würzburg. Veöffentlichungen in jüd. u. allgemein-wissenschaftlichen Fachzeitschriften. Mitglied der orthodoxen Vereinigungen Esra und Bund Jüd. Akademiker ( Liste der Studentenverbindungen in Breslau). Er emigrierte mit seiner kinderreichen Familie im September 1933 in die Niederlande und übernahm eine (ihm bereits 1930 angebotene) leitende Stelle am Rabbinerseminar in Amsterdam, wo er weiter wesentliche Beiträge zur jüd. Religionswissenschaft leistete. Dr. Jakob Neubauer wurde von Amsterdam über das Durchgangs-Westerbork am 5.April 1944 ins Bergen-Belsen deportiert und kam dort kurz vor der Befreiung des Lagers 1945 ums Leben. [1016][1003][1005][1023][1026] Quelle: -Alex Roberg, Yekutiel Jakob Neubauer, 1895-1945 in: ILBA, Israelitische Lehrerbildungsanstalt Würzburg, 1864-1938 by the Alumni of 1930-38; Editors Max Ottensoser and Alex Roberg, 1982, 126-132.