Moritz (Moses) Neumann (1876 - 1942)

Moritz (Moses) Neumann wurde am 22.03.1876 in Geroldshausen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Geroldshausen, Würzburg, Karlsruhe, Konstanz, Lager Gurs, Lager Drancy, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Neumann Seligmann (14.06.1838–07.02.1905) und Neumann Sophie geb. Finke (21.07.1849–04.03.1913).

Er starb am ?1942 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Moritz Neumann wuchs als drittes Kind der Kaufmannsfamilie Seligmann und Sophie Neumann in der unterfränkischen Gemeinde Geroldshausen, Landkreis Würzburg, auf. Seine Eltern lebten ab 1898 in Würzburg. Moritz arbeitete von 1897 bis 1903 als Reisender für eine Frankfurter Firma in Würzburg. Er zog dann nach Karlsruhe, Baden-Württemberg. Einige Jahre später ließ er sich in der südwestdeutschen Stadt Konstanz nieder und war dort verheiratet mit Chlothilde geb. Billigheimer aus Karlsruhe. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer 1914-1918; Frontkämpfer (Ehrenkreuz des Weltkrieges). Ab 1914 war er in der Freiwilligen Feuerwehr Konstanz aktiv; 1929 für 15 Jahre Dienst ausgezeichnet. NS-Regime: Herbst 1935 zwangsweises Ausscheiden aus der Feuerwehr. Ende der 1930er Jahre "Arisierung" seines Geschäftes für Feuerlöschgeräte. November 1939 Kündigung der langjährigen Familienwohnung. Am 22.Oktober 1940 wurde das Ehepaar Neumann im Rahmen der Wagner-Bürckel-Aktion in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Über das Sammellager Drancy wurden beide am 12.August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. Moritz Neumanns ältere Brüder Alfred Abraham und Felix Neumann wurden von Frankfurt und München deportiert. [1016][1003][1095].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.