Max Nußbaum wurde am 08.10.1875 in Hammelburg geboren und lebte in Hammelburg, Würzburg, München, Wiesbaden, Hamburg, Palästina, Israel.
Seine Eltern waren Nussbaum Regina geb. Bergen (02.06.1848) und Nußbaum Sigmund (11.12.1844–21.01.1912, ?21.01.1912).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Nussbaum (Nußbaum), Nussbaum Meta geb. Rosenbaum.
Sein Kind war Nußbaum Herbert (09.12.1902–?1981, ?nach 1982).
Er verstarb in Israel.
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Nußbaum (Martell Ernst Nussbaum) wuchs in der Kaufmannsfamilie Sigmund und Regina Nußbaum in Hammelburg, Kreis Bad Kissingen, auf. Die Familie Nußbaum war dort schon um 1800 ansässig. [1023] Max machte seine Schulausbildung in Hammelburg und am Alten Gymnasium (Wirsberg-Gymnasium) in Würzburg. Nach einer Apotheker-Lehre in München war er als Apotheker in Wiesbaden tätig. I. Weltkrieg: Kriegsdienst, -teilnehmer als Militärapotheker; Auszeichnung Eisernes Kreuz II. Max Nußbaum übernahm im Januar 1926 die "Pfauenapotheke" in der Zeller Straße 3 in Würzburg. Ehrenamt: Mitglied einer allgemeinen Studentenverbindung, Deutsche Demokratische Partei, Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Frankenloge Bne Briss, Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, Kulturbund Deutscher Juden. NS-Zeit: Max Nußbaum war schon vor 1933 Angriffen von Nazis ausgesetzt als Zeuge im Habima-Prozeß (Februar 1931) wegen antisemitischen Ausschreitungen beim Gastspiel des jüd. Theaters wikien(Habimah) aus Moskau. Seine Apotheke galt, auch wegen der Aktivitäten des Sohnes Herbert, als "Sammelpunkt der staatsfeindlichen Elemente". Ende Januar 1936 wurde er wegen "Verbreitung von Greuelnachrichten" ("Heimtückegesetz") festgenommen; vierwöchige Haft; im April 1936 vom Sondergericht Bamberg freigesprochen (Julius Lichtenstetter, Ernst Sternfeld). Beabsichtigt war der Konzessionsentzug durch den NS-Bezirksgruppenführer für das Apothekerwesen in München. Max Nußbaum zog im Dezember 1938 nach Hamburg; sein Reisepass wurde gesperrt bis zur "Arisierung" des Betriebs. Er emigrierte im November 1939 mit der Ehefrau nach Palästina. [1016].