Wilhelm Oestreicher (1878 - 1943)

Wilhelm Oestreicher wurde am 21.11.1878 in Mingolsheim(Bad Schönborn) geboren und lebte in Mingolsheim, Würzburg, Bordeaux, San Francisco.

Seine Eltern waren Oestreicher Isaak (09.01.1846–05.10.1910) und Oestreicher Wilhelmine (Mina), Wilhelmine geb. Reiss (09.02.1849–29.02.1924).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oestreicher Martha geb. Reiss, die Ehe wurde am 1906 in Würzburg geschlossen.

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Oestreicher Else geb. Heymann, die Ehe wurde am 1913 in Wiesbaden geschlossen.

Seine Kinder waren Stern Edith Lore geb. Oestreicher (22.01.1918–18.12.2011), Remak Helga geb. Oestreicher (29.05.1922–12.07.1966), Oestreicher Heinz (Hans) (29.09.1907) und Oestreicher Anna Marie (Juni 1914–Juni 1914).

Er starb am 27.08.1943 in San Francisco.

Weitere Angaben aus den Quellen: Fabrikant; Privatier. Wilhelm Oestreicher wuchs in der Familie des Zigarrenfabrikanten Isaak Oestreicher und siner Frau Wilhelmine in der Gemeinde Mingolsheim, Baden-Württemberg, auf. Er leistete seinen Militärdienst in Mannheim; Unteroffizier der Reserve. 1905 zog er, von Blanzac in Frankreich kommend, nach Würzburg und trat in die Weinbrennerei und Likörfabrik "M. Hanauer & Sohn" (Würzburg-Heidingsfeld, Resenstraße 4/6) seines späteren Schwiegervaters Hermann Reiß ein; später Teilhaber. 1908 erhielt er das Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt Würzburg. I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer als Vizefeldwebel in einer bayerischen Lazaretteinheit; EK II (Eisernes Kreuz) und andere Auszeichnungen. In den 1920er Jahren ging er in den Ruhestand. NS-Regime: Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden. Er emigrierte im April 1936 mit siner zweiten Ehefrau Else und den beiden Töchtern nach Bordeaux in Frankreich; im Mai 1939 mit ihnen weiter in die USA, Überfahrt von Le Havre nach New York auf dem Schiff "Champlain". [1016] Quellen: -ancestry.com (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kriegsstammrollen, 1914-1918; New York, Passenger Lists, 1820-1957).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.