Hirsch Oppenheimer (1867)

Hirsch Oppenheimer wurde am 30.12.1867 in Miltenberg geboren und lebte in Miltenberg, Würzburg, Leutershausen, Laudenbach bei Karlstadt, Sde Yaakov.

Seine Eltern waren Oppenheimer Abraham Löb (30.09.1829) und Oppenheimer Zilli geb. Weiß (Weis) (?02.02.1826).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oppenheimer Ricka geb. Blumenthal, die Ehe wurde am 1905 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Oppenheimer Abraham Löb, Abraham (16.11.1912), Berney Zerline (Karoline) geb. Oppenheimer (19.06.1907), Oppenheimer Lazarus (21.04.1906) und Oppenheimer Jizchak geb. Isaak (30.09.1910).

Weitere Angaben aus den Quellen: Hirsch Oppenheimer ist Lehrer und Kultusbeamter, er wächst in der kinderreichen Händlerfamlie Abraham Löb und Zilli Oppenheimer in der unterfränkischen Kreisstadt Miltenberg auf. [1029]. Er studiert bis zu seinem Examen 1887 an der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg und unterrichtet dann in der mittelfränkischen Kleinstadt Leutershausen. Ende 1896 erhält er eine Anstellung als "Seminar-Hilfslehrer" an der ILBA; daneben ist er als Schächter für die Israelitische Kultusgemeinde Würzburg tätig. Hirsch Oppenheimer verlobt sich im Jahr 1905 mit der Lehrerstochter Ricka Blumenthal aus Laudenbach bei Karlstadt: "Statt jeder besonderen Mitteilung: Ricka Blumenthal - Hirsch Oppenheimer, Präzeptor, Verlobte. Laudenbach am Main bei Karlstadt - Würzburg, Bibrastraße 6." ("Frankfurter Israelitischen Familienblatt" vom 31. März 1905) Im gleichen Jahr wird er in Laudenbach ansässig und wohnt mit seiner Familie im Schulhaus Hausnummer 9. Von 1905 bis 1932 ist er insgesamt 27 Jahre lang Lehrer im Ort. Hirsch und Ricka Oppenheimer haben gemeinsam vier Kinder: Lazarus, geboren 21.4.1906 Zerline, geboren 19.6.1907 Isaak, geboren 30.9.1910 Abraham Löb, geboren 16.11.1912 Im Jahr 1927 richtet Hirsch Oppenheimer ein Gesuch an das Bezirksamt Karlstadt zur Erforschung der Geschichte der jüdischen Gemeinde Laudenbach: „Die Synagoge zu Laudenbach wurde im Spätsommer 1926 hergerichtet. Man fand dabei an den Pfosten von Türen und Fenstern hebräische Inschriften, die zum Teil noch nicht entziffert werden konnten“ (StAW LRA Kar 4919). Hirsch Oppenheimer ist neben seinem Amt als Lehrer in Laudenbach auch Distrikts-Friedhofsverwalter und als Kassier im Vorstand der Gemeinde tätig (StAW LRA Kar 4919). Am 16. Mai 1930 feiert er mit seiner Frau silberne Hochzeit und 25 jähriges Amtsjubiläum. Die Laudatio schreibt Aron Siegel. Hirsch Oppenheimer ist Ehrenbürger von Laudenbach (Bayerische israelitische Gemeindezeitung, Jg. 6 (1930), H. 11 (1.6.1930), S. 177 zu finden auf: http://sammlungen.ub.uni-frankfurt.de/cm/periodical/titleinfo/2737992) [1023] Nach seinem Eintritt in den Ruhestand 1932 verzieht er nach Würzburg. Ehrenamt: Hirsch Oppenheimer ist langjähriges Mitglied der Zionistischen Vereinigung für Deutschland; nach 1900 Vertrauensmann der Ortsgruppe Würzburg. Im September 1936 flieht er mit seiner Familie vor den Nationalsozialisten nach Palästina (Sde Yaakov). [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.