Klara Oppenheimer wurde am 06.11.1867 in Paris geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Paris, Frankfurt am Main, Würzburg, Aschaffenburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Oppenheimer Adolf (Aron), Adolf geb. Aron (30.12.1832–17.04.1904) und Oppenheimer Recha geb. Hamburger (20.06.1844–16.08.1921).
Sie starb am 17.05.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrerin; Ärztin, Dr. med. Klara (Clara) Oppenheimer wuchs in der Kaufmannsfamilie Adolf und Recha Oppenheimer in Paris, Frankfurt und, ab 1875, in Würzburg auf. Sie besuchte die Jüd. Volksschule und ein privates Mädchenlyzeum (Mädchengymnasium) in Würzburg und schlug dann zunächst eine Berufslaufbahn als Lehrerin ein. Von 1886 bis 1889 machte sie eine Ausbildung am Lehrerinnenseminar in Aschaffenburg und war damit zum Unterrichten von Mädchen an Volks- und privaten Schulen berechtigt. Sie engagierte sich in der Frauenbewegung und war 1898 Gründungsmitglied des Würzburger Vereins "Frauenheil" zur Förderung der höheren Bildung bei Frauen, für den sie ab etwa 1900 auch als Lehrkraft arbeitete. 1903 legte sie ihr Abitur ab und erhielt damit den Hochschulzugang. Ab 1906 studierte Klara Oppenheimer Medizin an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; 1912 Abschluss mit der Promotion und Approbation. Danach war sie als als Assistentin am Pathologischen Institut der Universität tätig (Universitätsklinikum Würzburg). 1918 ließ sie sich - als erste Ärztin in Würzburg überhaupt - als Fachärztin für Säuglings- und Kinderkrankheiten nieder und führte eine Praxis im Elternhaus Friedenstraße 26. Ehrenamt: 1918-1933 Vorstandsmitglied und Lehrkraft an der Sophienschule Würzburg; Vorsitzende des Frauenrechtsvereins Würzburg. NS-Regime: 1933 Schließung der Praxis aus Gesundheitsgründen; später Wiedereröffnung eines Behandlungszimmers für jüd. Patienten. Mitglied im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Scheiternde Emigrationsbemühungen (1934 Schweiz). Wiederholte Konfrontationen mit der Gestapo-Stelle Würzburg; 1940 endgültige Schließung der Praxis; das Ellternhaus ging nach einer Zeit als "Judenhaus" an einen NS-Funktionär über. Dr. Klara Oppenheimer kam im August 1941 in das Heim Konradstr. 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Sie wurde am 23.September 1942 ins Theresienstadt deportiert. In Theresienstadt traf sie auf ihre von München deportierte Schwester, die Malerin Johanna Oppenheimer, deren Tod sie dort erleben musste. Klara selbst kam im Mai 1943 im 76.Lebensjahr dort ums Leben. [1003][1027] Posthum geehrt als Namensgeberin der Klara-Oppenheimer-Schule in Würzburg. [1016] weitere Quellen: - Klara Oppenheimer, Das Carcinom an der Papilla Vateri, 1912 (Dissertation Universität Würzburg - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de) - Eduard Seidler, Jüdische Kinderärzte 1933-1945, 2007, S. 374.