Nathan Porges wurde am 21.12.1848 in Prostejov geboren und lebte in Proßnitz, Breslau, Nakel, Mannheim, Pilsen, Karlsbad, Leipzig, Würzburg.
Seine Eltern waren Porges Bernhard (um 1820–vor 1917) und Porges Karoline geb. Hirsch (um 1825–vor 1917).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Porges Rosalie (Rosa) geb. Friedmann, die Ehe wurde am 1878 geschlossen.
Seine Kinder waren Porges Bernhard (?1891), Edelstein Gisela geb. Porges (13.05.1884), Meth Leonie geb. Porges (18.01.1888) und Porges Ludwig (22.06.1880–20.12.1917).
Er starb am 27.08.1924 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner; Prof. Dr. phil. Nathan Porges wuchs als Sohn von Bernhard Porges und Caroline Hirsch in Proßnitz in Mähren auf. Er besuchte das Gymnasium in Olmütz und studierte in Breslau; 1869 Promotion Breslau und Rabbinerexamen Jüdisch-Theologisches Seminar in Breslau. Porges war dann als Rabbiner in Nakel, Mannheim, Pilsen, Karlsbad und Leipzig tätig. Er galt als ausgezeichneter Kenner der hebräischen Sprache. In Leipzig war Porges von 1888 bis 1917 Rabbiner der Reformgemeinde. 1913 wurde er zum Professor der Universität Leipzig ernannt. Ehrenamt: Präsident der Leipzig-Loge von Bne Briss,Direktor der Liberalen Religionsschule Leipzig, Vorsitzender Verein Mendelssohn-Stiftung Leipzig. Der ab 1910 verwitwete Mann zog Ende 1917 aus gesundheitlichen Gründen nach Würzburg; ab 1921 war er Pfründner im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. [1016] Vier seiner wohl neun Kinder waren als deutsche Soldaten im I. Weltkrieg gefallen. Nathan Porges wurde wie seine Frau im Alten Jüd. Friedhof in Leipzig beerdigt. [1023].