Fritz (Salo) Prager wurde am 11.02.1883 in Katowice geboren und lebte in Kattowitz, Würzburg, Nürnberg, Berlin, Shanghai, Ecuador.
Seine Eltern waren Prager Johanna geb. Freunde (um 1850) und Prager Josef (um 1845).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Prager Alma geb. Pollak, die Ehe wurde am 18.07.1905 in Kattowitz geschlossen.
Seine Kinder waren Glaser Charlotte (Lotte) geb. Prager (09.09.1907–13.09.1987) und Stock Johanna geb. Prager (28.05.1909–16.05.1989).
Er starb am 08.10.1962 in Berlin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kapellmeister, Komponist. Fritz (Salo) Prager wuchs in der Kaufmannsfamilie Josef und Johanna Prager in der damals preußischen Stadt Kattowitz auf und war dort ab 1905 auch verheiratet. 1912 kam er mit seiner jungen Familie nach Würzburg. Er war hier am Unterhaltungstheater Odeon engagiert, damals eine der angesehensten deutschen Variete-Bühnen. Sein Aufenthalt in Würzburg war nur eine einer seiner vielen beruflichen Stationen an Privattheatern in ganz Deutschland. 1916 zog er mit seiner Familie nach Nürnberg. Fitz Prager wurde zu dieser Zeit zum Militär eingezogen und diente in der bayerischen Armee. Nach dem Krieg hatte die Familie ihren Lebensmittelpunkt in Berlin, wo auch der Bruder Willy Prager lebte, ein bekannter Kabarettist und Schauspieler. Fritz Prager arbeitete hier weiter als Kapellmeister, Arrangeur und Komponist. Sein künstlerischer Bereich war die Leichte Muse - Operetten, Schlager und Unterhaltungsmusik. NS-Regime: Berufsverbot, Ausschluss von Engagements und Auftritten; Beschränkung auf Veranstaltungen des Jüd. Kulturbunds (Kulturbund Deutscher Juden). Ende November 1938 verließ er mit seiner Frau Berlin und emigrierte, vermutlich über Italien, nach Shanghai, wo er zunächst an seine Berufserfolge anknüpfen konnte, dann aber wegen der klimatischen Bedingungen erkrankte. Im August 1947 kehrte er mit seiner Frau nach Berlin zurück, lebte nach ihrem Tod von 1948 bis 1954 bei den Kindern in Ecuador, dann wieder in Berlin. Dort 1962 im 80.Lebensjahr verstorben. Quelle: -Artikel Fritz Prager in: Musikwissenschaftliches Institut der Universität Hamburg, Lexikon verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (lexm.uni-hamburg.de).