Joseph Akiba Prijs (Prys) (1889 - 1956)

Joseph Akiba Prijs (Prys) wurde am 30.05.1889 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Frankfurt am Main, Galanta, Breslau, München, Österreich, Basel.

Seine Eltern waren Prijs (Prys) Bernhard geb. Barend (22.02.1844–15.10.1915) und Prijs (Prys) Rahel geb. Lehmann (20.09.1860–1944).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Prijs (Prys) Bella geb. Horowitz, die Ehe wurde am 1915 in Passau geschlossen.

Seine Kinder waren Prijs Moses Tobias (06.12.1922), Weisz Henni geb. Prijs (13.05.1927), Prijs Bernhard (19.09.1916) und Prijs Leo (20.06.1920–1988).

Er starb am 09.10.1956 in Basel.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rabbiner, Bibliothekar; Dr. phil. Joseph Prijs (auch Prys) wuchs als zweites von drei Kindern in der Familie des Religionslehrers Berhard Prys (Barend Prijs) und seiner Frau Rahel in Würzburg auf. Seine Ausbildung zum Rabbiner machte er unter anderem an den Jeschiwot in Frankfurt und in der damals östereichisch-ungarischen Stadt Galanta. Begleitendes Universitäts-Studium, 1912 Promotion an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg. Er war von 1918 bis 1921 Rabbiner der Jüd. Gemeinde Breslau, dort auch Gründer und Leiter einer jüd. Schule. Ab 1921 war er als Rabbiner und Religionslehrer für die Israelitische Kultusgemeinde München tätig, ab 1927 auch als Dozent für Judaistik an der Universität München. Ehrenamt: Mitglied des orthodoxen Verbandes Agudas Jisroel; 1923 Abgeordneter des ersten Verbandskongresses in Wien. NS-Regime: Joseph Prijs emigrierte mit seiner Familie 1933 nach Österreich, bald darauf weiter in die Schweiz; ab 1934 lebte er in Basel. Er war nach dem Entzug der Aufenthaltsgenehmigung in der Kriegszeit von der Abschiebung bedroht. Lange Zeit als Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Basel tätig, katalogisierte er im Auftrag der Schweizer Universitätsbibliotheken alle Veröffentlichungen und Manuskripte zu jüd. Themen in der Schweiz. [1016] Beerdigt, wie viele Juden aus Basel, im Jüd. Friedhof der Gemeinde Hegenheim im Elsass. [1023] Quellen: -Joseph Prijs, Der Staatsroman des 16. und 17.Jahrhunderts und sein Erziehungsideal, 1913. (Dissertation Universität Würzburg 1912 - katalog.bibliothek.uni-wuerzburg.de) -Zuschrift Dr. F. G. Hüttenmeister, Tübingen, 06.11.1999.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.