Hedwig Reuß geb. Mohr (1883 - 1944)

Hedwig Reuß geb. Mohr wurde am 31.05.1883 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Augsburg, München, Ghetto Theresienstadt, Neuburg an der Donau. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Mohr Jeanette (Johanna) geb. Ullmann (07.12.1859–29.07.1941) und Mohr Leon (Leonhard, Leo) (28.01.1855–03.07.1910).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Reuß Joseph Denny, die Ehe wurde am 18.08.1902 in Würzburg geschlossen.

Ihr Kind war Reuß Friedrich Gustav (05.07.1904–Dezember 1985).

Sie starb am 24.03.1944 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hedwig Reuß wuchs in der Fabrikantenfamilie Leon und Johanna Mohr in Würzburg auf; ihr Elternhaus war in der Rottendorfer Straße 1. Die ältere Schwester des Arztes und Schriftstellers Max Mohr besuchte sechs Jahre eine Höhere Mädchenschule, anschließend drei Jahre das "Institut der Englischen Fräulein" (Englische Fräulein) in Würzburg. Parallel absolvierte sie die Musikschule Würzburg. Hedwig war ab 1902 mit dem Richter Joseph Reuß in Augsburg verheiratet, ab 1932 in München; 1933 zog ihre verwitwete Mutter zu ihr. NS-Regime: Berufsverbot des Mannes. 1939 Vertreibung aus der Wohnung; Einquartierung in "Judenhäusern"; Zwangsname "Zilla". Hedwig Reuß wurde am 15.Juli 1942 mit ihrem (seit 1905 protestantischen) Mann Joseph vom Judenlager Milbertshofen ins Theresienstadt deportiert; sie kam dort am 24.März 1944 ums Leben, am gleichen Tag wie ihr Mann. Ihr 1904 in Würzburg geborener Sohn Friedrich konnte in die USA emigrieren. [1024][1027] Quelle: Reinhard Weber, Rechtsnacht - Jüdische Justizbedienstete in Bayern nach 1933, 2012, 172.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.