Isidor (Ivo, Iso) Richard wurde am 04.10.1881 in Ellingen geboren und lebte in Ellingen, Nürnberg, Würzburg, Leipzig, England, USA, Chicago.
Seine Eltern waren Richard Jette (Jutta) geb. Wolf (um 1845) und Richard Juda (13.12.1832–05.08.1886).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Richard Agnes geb. Friedmann, die Ehe wurde am 1912 in Fürth geschlossen.
Sein Kind war Bernstein Hilde Luise geb. Richard (23.09.1919–24.11.1988).
Weitere Angaben aus den Quellen: Gymnasiallehrer; Dr.-Ing. Isidor (Ivo, Iso) Richard wuchs in der Familie des Religionslehrer Juda Richard und seiner Frau link(Jette) in der mittelfränkischen Gemeinde Ellingen auf. Nach seinem Studium war er im Schuldienst tätig und trat mit Veröffentlichung zur Didaktik der naturwisssenschaftlichen Fächer hervor. NS-Regime: Dr. Richard war ab 1934 Studienprofessor für Chemie und Naturbeschreibung an der Oberrealschule (Röntgen-Gymnasium Würzburg. Ende 1935 nach dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" aus dem Staatsdienst entlassen; als Kriegsteilnehmer des I. Weltkriegs galt für ihn das Frontkämpferprivileg. Er zog mit seiner Frau Agnes 1937 nach Leipzig und unterrichtete bis zu seinem Ausscheiden im Februar 1939 am "Leipziger jüdischen Schulwerk". Mit seiner Tochter Heideluise konnte er anscheinend noch vor Kriegsausbruch 1939 nach England emigrieren; seine Frau verstarb im gleichen Jahr, vermutlich noch in Leipzig. Isidor Richard emigrierte im Februar 1947 weiter in die USA; Überfahrt von Southampton nach New York auf dem Schiff "Queen Elizabeth". Am 4.Oktober 1951 beging "Dr. Iso Richard" in Chicago seinen 70.Geburtstag. [1021] Bis in die 1960er Jahre unterrichtete er anscheinend als Professor an der Universität Chicago. Quellen: -Isidor Richard, Einführung in die chemische Formellehre, Nürnberg 1920 -Barbara Kowalzik, Die Lehrer und Lehrerinnen des Leipziger jüdischen Schulwerks 1912-1942, vorgestellt in Biogrammen, 2006, 217-218. ("Prof. Dr. Ing.") -ancestry.com (New York, Passenger Lists).