Nathan Riesenfeld (1867 - 1930)

Nathan Riesenfeld wurde am 21.06.1867 in Woischnik (Woźniki) geboren und lebte in Woischnik, Würzburg, Ebenhausen.

Seine Eltern waren Riesenfeld Louis (um 1835) und Riesenfeld Rosalie geb. Seidemann (um 1840).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Riesenfeld Rosa geb. Jacobowitz, die Ehe wurde am 1895 in Berlin geschlossen.

Seine Kinder waren Riesenfeld Hans (06.03.1896) und Schwarzschild Grete geb. Riesenfeld (28.09.1899–18.07.1984).

Er starb am 28.01.1930 in Ebenhausen (Schäftlarn).

Weitere Angaben aus den Quellen: Arzt; Dr. med. Nathan Riesenfeld stammte aus der Kaufmannsfamilie Louis und Rosalie Riesenfeld in der damals preußischen Stadt Woischnik in Oberschlesien. Er studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und ließ sich 1892/93, kurz nach seiner Approbation, als Praktischer Arzt in Würzburg nieder; 1894 Promotion Universität Würzburg. Seine Praxis im Arbeiterviertel Grombühl in der Fabrikstraße 27 hatte bald großen Zulauf. 1908 Einbürgerung (Bayerische Staatsangehörigkeit), Bürgerrecht und Heimatrecht der Stadt Würzburg. Ehrenamt: Nathan Riesenfeld engagierte sich in der Kommunalpolitik. 1909-1917 Ersatzmann, dann Gemeindebevollmächtigter (Stadtrat) der Liberalen Freien Bürgervereinigung im Gemeindekollegium Würzburg; er vertrat hier besonders die Interessen seines Stadtteils, so beim Ausbau der Grombühlbrücke. Vorstandsmitglied, viele Jahre Vorsitzender, des Vereins zur Wahrung der Interessen des Stadtteils Grombühl. Mitglied Turnverein Grombühl (TSV Grombühl), Frankenloge (Bne Briss). Nach dem I. Weltkrieg optierte er für die Zugehörigkeit Oberschlesiens zu Deutschland (Volksabstimmung in Oberschlesien). Er leitete ehrenamtlich die Ausbildung jüd. Krankenschwestern in der Stadt. Ehrentitel: 1929 zum Sanitätsrat ernannt. 1930 im Sanatorium Ebenhausen bei München verstorben. [1016] Quelle: -Nathan Riesenfeld, Die Löslichkeit des Quecksilbers in wässerigen Salzlösungen, 1894 (Dissertation Universität Würzburg 1894 - katalog.bibliothek-wuerzburg.de).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.