David Rosenbaum wurde am 22.01.1877 in Markt Berolzheim geboren und lebte in Berolzheim, Frankfurt am Main, Kitzingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt.
Seine Eltern waren Rosenbaum Hermann (03.11.1853–05.09.1933) und Rosenbaum Mina geb. Herz (03.07.1853–06.11.1907).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Rosenbaum Gutta geb. Strauß, die Ehe wurde am 1908 in Bamberg geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Rosenbaum Käthe (Lina) geb. Stern, die Ehe wurde am 1920 in Schwäbisch Hall geschlossen.
Er starb am 03.08.1958 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Weinhändler; Gemeindevorsitzender. David Rosenbaum wuchs in der Lehrerfamilie Hermann und Mina Rosenbaum in der mittelfränkischen Marktgemeinde Berolzheim auf. Er besuchte dort die Volksschule, dann eine Realschule in Würzburg. Es folgten berufliche Stationen als kaufmänischer Lehrling und Buchhalter in Frankfurt(1891-1898), dann als Angestellter einer Weinhandlung in der unterfränkischen Stadt Kitzingen. 1901 ließ er sich als Weinhändler in Würzburg nieder (Firma "David Rosenbaum"; zuletzt am Haugerring 7). 1908 erhielt er das Heimatrecht, 1914 das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. I. Weltkrieg: 1914-1918 Kriegsteilnehmer als Unteroffizier an der Ostfront. Mitglied Deutsche Demokratische Partei (bis 1928). NS-Regime: 1936 Geschäftsaufgabe; er übernahm eine Stelle bei der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde). Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 20.November aus dem KZ Dachau entlassen. Vertreibung aus der Familien wohnung und Einquartierung im "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 ("Judenhaus"). Der zuletzt verwitwete Mann wurde am 23.September 1942 ins Theresienstadt deportiert. [1064] David Rosenbaum überlebte und kehrte nach Würzburg zurück. Ehrenamt: Er übernahm die Leitung der neu entstandenen Jüd. Gemeinde; zu seinen Aufgaben gehörten die Instandsetzungen des Friedhofs und des Altersheims der Gemeinde. Vorbeter und Kantor in der Gemeinde. 1956 Rücktritt aus Altersgründen; Nachfolger Siegfried Ramsfelder, David Schuster. Ausgezeichnet mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande. [1016].