Paula Rowoldt geb. Eisner (1879)

Paula Rowoldt geb. Eisner wurde am 03.04.1879 in Brno geboren und lebte in Brünn, Budapest, Würzburg.

Ihre Eltern waren Eisner Sofie geb. Bruck und Eisner Wilhelm.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rowoldt Ludwig, die Ehe wurde am 1911 geschlossen.

Ihre Kinder waren Rowoldt Eva (um 1905) und Rowoldt Lieselotte (um 1905).

Weitere Angaben aus den Quellen: Erzieherin; Hausfrau. Paula Rowoldt stammte aus der Familie des Versicherungskaufmanns Wilhelm Eisner und seiner Frau Sofie in der damals österreichischen Stadt Brünn in Mähren. Sie besuchte dort die Vorschule und eine Höhere Mädchenschule. Nach ihrer Ausbildung arbeitete sie als Erzieherin (Gouvernante) in Budapest und anderen Orten. Paula trat wie ihre Eltern aus der jüd. Glaubensgemeinschaft aus; 1901 wurde sie (evangelisch) getauft (Taufe). NS-Regime: Die Mutter von zwei erwachsenen Töchtern kam 1937 mit ihrem Mann, einem nichtjüd. Ingenieur, nach Würzburg. Im Mai 1938 wurde ihre jüd. Herkunft nach der Anzeige einer Würzburger NSDAP-Ortsgruppe wegen "auffälligen Benehmens" bekannt. Paula Rowoldt wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen, eine Woche inhaftiert. Im April 1940 wurde sie von der Gestapo-Stelle Würzburg verwarnt, weil sie mit einer Tochter ein Cafe besucht hatte. Um 1940 wurde sie von ihrem Mann geschieden und verlor damit den relativen Schutz der Mischehe ("Privilegierte Juden"). [1016] Anmerkung: Einer persönlichen Mitteilung zufolge, innerhalb einer Fragebogen-Aktion unter ehemaligen Würzburger Juden, wurde Paula Rowoldt eventuell von einem NS-Gericht zum Tode verurteilt. (Verwechslung mit Charlotte Klaes?).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.