Manfred Saalheimer wurde am 30.08.1906 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Dresden, London, Kanada, Montreal.
Seine Eltern waren Saalheimer Saly (31.05.1876–26.11.1942) und Saalheimer Selma geb. Hirschmann (16.04.1884–00.05.1944).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Saalheimer Harriet geb. Steinhart, die Ehe wurde am 1950 in New York geschlossen.
Er starb am 21.06.1967 in Montreal.
Die Grabstätte befindet sich im "Beaconsfield, Canada - Eternal Garden Cemetery".
Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Manfred Saalheimer wuchs in der Kaufmannsfamilie Saly und link(Selma Saalheimer (Hirschmann)#29353) in Würzburg auf. Er besuchte hier die Jüd. Volksschule und das Neue Gymnasium. Studium der Rechtswissenschaften in München und Würzburg; 1930 Promotion Würzburg; Referendariat in Würzburg. 1932 Staatsprüfung; August 1932 Zulassung als Rechtsanwalt in Würzburg. NS-Zeit: Dr. Manfred Saalheimer war ab 1931/32 Syndikus bei der IKG Dresden (Israelitische Kultusgemeinde) und beim Sächsischen Isr. Gemeindeverband. Ab 1934 Mitglied in der Reichsvertretung der Deutschen Juden. Im Juli 1933 erhielt er das Berufsverbot als Rechtsanwalt. Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen und kam für etwa einen Monat in das KZ Buchenwald. Er emigrierte im März 1939 nach London. Sozialarbeit für das Central Committee for Refugees; Lebensunterhalt durch Musikunterricht. 1940 weiter nach Kanada; rund 18 Monate als feindlicher Ausländer interniert. Ab 1942 arbeitete er als Direktor für Community Relations beim wikien(Canadian Jewish Congress); unter anderem verantwortlich für das " Waisenprojekt" (Unterbringung von 1100 jüd. Kindern in Kanada). Ab 1954 war er auch Gründer und Leiter der Entschädigungsorganisation wikien(United Restitution Organization) in Kanada, ab 1962 stellvertretender Direktor des National Joint Community Relations Committee. Leitende Funktionen, Mitgliedschaften in allgemeinen und jüd. Verbänden sowie Berufskörperschaften in Kanada, so ab 1962 ehrenamtlicher Sekretär für die International Lawyers Association in Montreal. [1016] Manfred Saalheimer verstarb 1967 mit 60 Jahren; er wurde wie seine Frau Harriet in wikien(Beaconsfeld, Quebec) bei Montreal beerdigt. [1065] Quelle: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, 2006, 217.