Julius Schapiro (1895 - 1945)

Julius Schapiro wurde am 01.02.1895 in Burghaslach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Burghaslach, Lülsfeld, Höchberg, Würzburg, Bechhofen, Leipzig, Künzelsau, Bamberg, Riga-Jungfernhof, KZ Riga-Kaiserwald, KZ Stutthof, KZ Buchenwald, KZ-Außenlager Rehmsdorf. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Schapiro Karoline geb. Braun (20.02.1857–?nach 1912) und Schapiro Samuel (um 1855–nach 1912).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schapiro Nora (Eleonora) geb. Hahn in 1921 geschlossen.

Er starb am 26.01.1945 in Rehmsdorf.

Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrer, Kantor. Julius Schapiro (auch Schapira) stammte aus der Kaufmannsfamilie Samuel und Karoline Schapiro in der mittelfränkischen Marktgemeinde Burghaslach, später in der unterfränkischen Gemeinde orft(Lülsfeld), Landkreis Schweinfurt. Nach der Volksschule besuchte er die Isr. Präparandenschule Höchberg bei Würzburg und setzte seine Lehrerausbildung von Ende 1912 bis 1915 an der Isr. Lehrerbildungsanstalt in Würzburg fort. 1919 (nach seiner Rückkehr als Kriegsteilnehmer?) legte er hier sein Examen ab. [1016] Julius Schapiro gründete 1921 eine Familie mit Nora geb. Hahn aus Kirchschönbach, Landkreis Schweinfurt. 1922 wurde ihre Tochter Judith in Bechhofen geboren, 1925 die Tochter Ruth in Leipzig. Als weiterer Dienstort wird die Stadt Künzelsau in Baden-Württemberg genannt (1928). [1023] Danach hatte die Familie ihren Lebensmittelpunkt in der oberfränkischen Stadt Bamberg, wo Julius als Religionslehrer und Kantor für die Israelitische Kultusgemeinde tätig war. NS-Regime: Nach dem Novemberpogrom 1938 wurde er im KZ Dachau inhaftiert. Ab 1939 leitete er die Jüd. Volksschule Bamberg. Am 29.November 1941 wurde er mit seiner Frau und der jüngeren Tochter Ruth von Nürnberg nach Riga deportiert. Julius überlebte drei weitere Lager ehe er im Januar 1945 in Rehmsdorf, einem Außenlager des KZ Buchenwald ums Leben kam. Seine Frau und die Tochter Ruth waren wohl schon zuvor ermordet worden. Die nach Palästina emigrierte Tochter Judith widmete ihnen wikien(Pages of Testimony) für die Gedenkstätte Yad Vashem. [1005] Anmerkung: Namensvariante "Schapira" [1005][1003]; deutlich mehr Quellen sprechen aber für die Form "Schapiro". [1016][1023][1064][1078] u. a. Quelle: -Max Ottensoser and Alex Roberg (Ed.), ILBA - Israelitische Lehrerbildungsanstalt Würzburg, 1983, 236: Absolventen "Julius Schapiro - 1919"; "Leopold Schapiro - ?").

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.