Jeanette Scharlach geb. Kissinger wurde am 08.10.1855 in Gnodstadt (Marktbreit) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gnodstadt, Thüngen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Kissinger Mathilde geb. Lauber (Juli 1819) und Kissinger Nathan (07.11.1813–?um 1900).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Scharlach Hirsch, die Ehe wurde am 1882 in Würzburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Stern Senta geb. Scharlach (07.03.1883–1944), Speier Selma geb. Scharlach (12.06.1887–?1944) und Scharlach Leo (29.06.1892–03.08.1915).
Sie starb am 16.12.1942 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jeanette Scharlach wurde in der Lehrerfamilie Nathan und Mathilde Kissinger in der unterfränkischen Gemeinde Gnodstadt, Landkreis Kitzingen, geboren. Sie war ab 1882 mit Hirsch Scharlach in der unterfränkischen Marktgemeinde Thüngen, Landkreis Main-Spessart, verheiratet. 1915 fiel ihr Sohn Leo als deutscher Soldat. NS-Regime: Die ab 1920 verwitwete Frau zog 1939 (?) zur Tochter Senta Stern in die Neutorstraße 6 nach Würzburg. Ab Juli 1941 war sie im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg untergebracht. [1016] Am 23.September 1942 wurde sie von dort mit der Tochter Senta und deren Mann Adolf Stern ins Theresienstadt deportiert. Sie traf dort auf ihre von Frankfurt deportierte Tochter Selma Speier. Die 87jährige Frau kam nach wenigen Monaten im Lager ums Leben. [1003][1078].