Klara Schatzmann wurde am 24.01.1862 in Niederwerrn geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Niederwerrn, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie starb am 10.02.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Klara (Clara) Schatzmann stammte aus der Familie Faust und Caroline Schatzmann (Nußbaum) in der Gemeinde Niederwerrn, Kreis Schweinfurt. Ihre Vorfahren waren schon um 1800 in der bedeutenden jüd. Landgemeinde ansässig, die im frühen 19.Jahrhundert bis zu 40 Prozent der Einwohner stellte. Unter den zahlreichen jüd. Familienvorständen ab 1817 findet sich in Niederwerrn auch "Isaac Samuel Schatzmann (Warenhändler)". [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813.) Klaras jüngere Schwester Mathilde (*um 1868) war anscheinend ab 1888 in New York verheiratet mit Joseph Levy aus dem Elsass. [1019] NS-Zeit: In Niederwerrn gab es im Novemberpogrom 1938 schwere Ausschreitungen gegen die verbliebenen Juden. [1023] Klara Schatzmann kam Ende November 1940 von ihrem Heimatort, in dem sie zuletzt völlig isoliert gelebt hatte, in das Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Am 23.September 1942 wurde die 80jährige Frau von Würzburg nach Theresienstadt deportiert. [1016] Sie kam dort nach wenigen Monaten ums Leben. [1027] Anmerkung: Abweichende Vornamen der Mutter: "Rosaline" [1027]; richtig ist, nach dem Jüd. Standesregister Niederwerrn, "Caroline" Schatzmann geb. Nußbaum. (Zuschrift Elisabeth Böhrer 05.12.2018.).