Gottfried Davidsburg (1865 - 1940)

Gottfried Davidsburg wurde am 23.07.1865 in Aschaffenburg geboren und lebte in Aschaffenburg.

Seine Eltern waren Davidsburg Lämmlein (04.06.1820–05.01.1897) und Davidsburg Rebekka geb. Simon (01.04.1828–01.02.1905).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Davidsburg Auguste geb. Hirsch, die Ehe wurde am 22.05.1894 in Goldbach geschlossen.

Seine Kinder waren Davidsburg Ernst (17.04.1895–06.09.1951), Davidsburg Erna Rosa (18.05.1900) und Davidsburg Ludwig (28.01.1897–22.12.1916).

Er starb am 25.02.1940 in Aschaffenburg.

Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Altstadtfriedhof in Aschaffenburg".

Weitere Angaben aus den Quellen: Gottfried Davidsburg war das vierte Kind aus der Ehe des Kaufmanns Lämmlein Davidsburg mit Rebekka Simon. Aus der Ehe gingen weitere neun Kinder hervor: Berta, Emilie, Babetta, Johanna, Betti, Max, Lina, Ludwig und Henriette. [1001] [1071] Die Tochter Emilie heiratete Simon Schülein aus Nürnberg und verzog dorthin. [1073] Die Beschneidung wurde durch Gevatter R. Davidsburg durchgeführt. [1137] Er meldete im Januar 1886 in Aschaffenburg, Nebensteingasse 12 ein Gewerbe als Uhrmacher an, im August 1886 erweiterte er das Gewerbe auf den kommissionsweisen Verkauf von Uhren. Am 1. Mai 1894 übernahm er von Matthäus Winkler dessen Uhr-, Gold-und Silberwarenhandlung sowie dessen Immobilie, Herstallstr. 24. [1046][1162] Trauzeugen bei der Eheschließung mit Auguste waren der Kaufmann Leopold Freund aus Mühlheim an der Ruhr, Kettenbrückstr. 2, und der Kaufmann Hermann Hirsch aus Goldbach. [1093] Aus der Ehe gingen die Söhne Ernst und Ludwig und die Tochter Erna Rosa hervor. [1052] [1071] War im Juli 1909 Zeuge bei der Eheschließung seiner Schwester Emilie mit Simon Schülein. 1915 war er Trauzeuge von Julius Isaak und Ida Kahn, 1925 von Max Rothschild und Ida Haarburger. [1073] Von November 1918 bis Oktober 1919 wohnte seine Schwester Henriette Davidsburg bei ihm und wurde von ihm unterstützt. [1046]. Am 2. Januar 1939 nahm Gottfried Davidsburg gemäß der Namensänderungsverordnung vom 17. August 1938 den zusätzlichen Vornamen "Israel" und seine Ehefrau Auguste den zusätzlichen Vornamen "Sara" an. [1093] Am 1. September 1934 stellte Gottfried Davidsburg einen Antrag auf die Verleihung eines Ehrenkreuzes für Eltern. Sein Sohn Ludwig war als Gefreiter beim Bayerischen Infanterieregiment Nr. 27 beim Frontdienst in Rumänien am 22. Dezember 1916 "auf Höhe 417" gefallen. Das Ehrenkreuz für Eltern wurde durch den Stadtrat von Aschaffenburg am 26. Februar 1935 verliehen. [1046] Gottfried Davidsburg verstarb am 25. Februar 1940 in Aschaffenburg [1052] und liegt auf dem Altsatdfriedhof begraben. Der Todesfall wurde von dem Sohn Ernst angezeigt. [1072] Er war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Herstallstr. 24 (alte Hausnr. Lit. D 21) von 1894 bis 1938. [1042].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.