Elise (Alice) Seemann geb. Schloß (1880 - 1942)

Elise (Alice) Seemann geb. Schloß wurde am 08.01.1880 in Obbach (Euerbach) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Obbach, Raum Lublin, Izbica, Würzburg, Aschbach. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Schloß Lina geb. Königsberger (um 1855) und Schloß Michael (um 1850).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Seemann Abraham.

Ihr Kind war Seemann Maro (06.10.1910).

Sie starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Elise (Alice) Seemann wuchs in der Händlerfamilie Michael und Lina Schloß in der Gemeinde Obbach, Kreis Schweinfurt, auf. Sie war nach 1900 mit dem Kaufmann Abeaham Seemann in dessen oberfränkischer Heimatgemeinde Aschbach verheiratet; 1910 wurde dort ihr Sohn Maro geboren. Die Familie zog um 1927 nach Würzburg und führte hier ein Textilwarengeschäft in der Plattnerstraße 17. Elise Seemann führte es nach dem frühen Tod ihres Mannes weiter, wohl mit ihrem Sohn. NS-Zeit: Nach der frühen Emigration ihres Sohnes (Mai 1933) blieb Elise allein zurück; sie gab das Geschäft bald auf. 1936 stand sie unter Postzensur der Gestapo-Stelle Würzburg. Ihre Emigrationsbemühungen (Schweiz, USA, Kuba) scheiterten. Der Volkszählung 1939 zufolge wohnte sie damals am Haugerring 19. Zuletzt war sie im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhaustiftung untergebracht. Am 24.März 1942 wurde sie, mit wenigen anderen Personen aus Würzburg, von Kitzingen nach Izbica deportiert. [1058].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.