Babette Selig (1868 - 1942)

Babette Selig wurde am 27.12.1868 in Königheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Königheim, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Selig Jakob (?1834–?17.12.1899) und Selig Nanette geb. Bauer (um 1835–?05.04.1881).

Sie starb am 04.12.1942 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Stickerin; Geschäftsinhaberin. Babette Selig (Seelig) wuchs in der Familie des Lederhändlers Jakob Selig und seiner Frau Nanette geb. Bauer in der Gemeinde Königheim im nördlichen Baden-Württemberg auf. Sie lebte ab 1885 in der nahen Stadt Würzburg, zunächst als Lehrmädchen bei B. Lipsky, dessen Geschäft sie wenig später mit der älteren Schwester Sophie Selig übernahm. Die Firma hieß nun "Geschwister Seelig" (Stickereien, Theaterstraße 2). Im Familiengeschäft oder im gemeinsamen Haushalt tätig war ab 1900 auch die ebenfalls ledige Schwester Regina Selig. 1921 wurde das Geschäft von Anna und Rosa Lachmann übernommen. Babette Selig führte nach ihrem zeitweisen Ruhestand bis um 1935 ein Strumpfgeschäft in der Domstraße 50 zur Existenzsicherung; ihre Schwestern wurden als "Kleinrentnerinnen" von der staatlichen Fürsorge unterstützt. [1016] NS-Zeit: Babette Selig lebte ab 1935 im Altersheim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. [1078] Ihre Schwestern verstarben 1932 und 1936 in Würzburg. Am 23.September 1942 wurde die 72jährige Frau nach Theresienstadt deportiert. [1061] Sie kam dort nach wenigen Wochen ums Leben. [1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.