Karoline Sichel geb. Neumann wurde am 22.04.1854 in Kuelsheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Külsheim, Kleinsteinach, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Sichel Nathan Noah, die Ehe wurde am um 1885 geschlossen.
Ihr Kind war Sichel Klara (17.12.1886–1942).
Sie starb am 10.12.1942 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Karoline (Kela) Sichel wurde 1854 in der Kleinstadt Külsheim im nördlichen Baden-Württemberg als Tochter des Toraschreibers ("Zehngebotschreiber") Salomon Neumann und seiner Ehefrau Regine, geb. Levi, geboren. Sie war ab etwa 1879 in der unterfränkischen Gemeinde Kleinsteinach, Kreis Haßberge, verheiratet; zweite Ehefrau von Nathan Sichel, der dort über 30 Jahre als Religionslehrer, Kantor und Schächter wichtige Funktionen in der Israelitischen Kultusgemeinde des Ortes ausübte. Wie viele jüdische Lehrerfamilien damals besserten Nathan und Kela Sichel das überschaubare Lehrergehalt mit einer kleinen Pension für (auswärtige) Schüler aus. Sie erhielten dort "Unterricht in den kaufmännischen Fächern, auf Verlangen auch im Hebräischen..., Wohnung im Hause, gute Kost, gewissenhafte Pflege und strenge Aufsicht". [1023] Nathan Sichel starb bald nach seinem 50jährigen Lehrerjubiläum 1911. Seine Witwe blieb in Kleinsteinach wohnen; 1929 feierte sie dort ihren 75.Geburtstag. Aus ihrer Ehe ging ein Sohn hervor, der mit seiner Frau Selma nach Palästina emigrierte. [1005] Kela Sichel kam im August 1939, inzwischen 85 Jahre alt, von Kleinsteinach [1078] in das Altersheim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung in Würzburg. Karoline Sichel musste hier im April 1942 die Deportation ihrer Tochter Klara Sichel erleben. Am 23.September 1942 wurde sie selbst von Würzburg nach Theresienstadt verschleppt. Sie kam dort nach wenigen Wochen ums Leben. [1027].