Albert Moritz Sirkus (1880)

Albert Moritz Sirkus wurde am 25.05.1880 in Tarnopol (Ternopil) geboren und lebte in Tarnopol, Skalat, Würzburg, Polen, Palästina.

Seine Eltern waren Sirkus Aron Naphtali (um 1850) und Sirkus Dina geb. Katz (um 1855).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sirkus Adele geb. Spindel, die Ehe wurde am 1910 in Samuszyn/Galizien geschlossen.

Seine Kinder waren Sirkus Judith (18.04.1911) und Sirkus Norbert Arnold (18.07.1922).

Weitere Angaben aus den Quellen: Albert Moritz Sirkus wuchs in der Handwerkerfamilie Aron und Dina Sirkus in Tarnopol im damaligen österreichischen Kronland Galizien auf. Er war später in der nahen Stadt Skalat ansässig uind ab 1910 mit Adele geborene Spindel aus der Region verheiratet. Albert hatte als Beamter (Adjunkt, Offiziant) für die österrische Post gearbeitet (in Skalat und Wien?). Ende 1919 zog er mit seiner Frau und der 1911 in Skalat geborenen Tochter Judith (*1911) nach Würzburg. Er war hier zunächst als Kontorist, wenig später als selbständiger Schuhhändler tätig; Inhaber des "Schuhhauses zur Rehhecke" (im Wohnhaus Langgasse 4). Vater von Norbert Sirkus (*1922). Ehrenamt: Der philosophisch gebildete Albert Sirkus wurde 1925 als erster ostjüd. Vertreter auf der Liste der Orthodoxen in die Verwaltung der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde) gewählt (bis 1930); Vorsitzender der Fraktion Ostjüd. Gemeinschaft, (Wahl-) Verein für die Ostjüd. Gemeinschaft. NS-Zeit: Um 1933 Geschäftsaufgabe; er arbeitete dann als Vertreter. Im Oktober 1938 Abschiebung an die polnische Grenze im Rahmen der "Polenaktion". Kurzzeitige Rückkehr nach Würzburg bis März 1939 (?). [1016] Die Familie konnte wohl zum Teil nach Palästina emigrieren. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.