Waldemar Spier (1889 - 1945)

Waldemar Spier wurde am 16.10.1889 in Duesseldorf geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Düsseldorf, Würzburg, KZ Dachau, KZ Auschwitz. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Spier Johanna geb. Kupfer (10.11.1859–12.10.1938) und Spier Siegfried (15.12.1854–18.06.1927).

Er starb am 02.03.1945 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. med. dent. Waldemar Spier wuchs in der Familie des Fotografen Siegfried Spier und dessen Frau link(Johanna (Kupfer)#30815) zunächst in Düsseldorf auf. 1903 zog die Familie nach Würzburg, wo sein Vater ein Fotoatelier führte. Waldemar beendete hier seine Gymnasialausbildung und studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; 1921 Promotion. Mitglied der jüd. Studentenverbindung "Salia". (Liste der Würzburger Studentenverbindungen.) I. Weltkrieg: 1916-1918 Kriegsteilnahme als Feldzahnarzt; ausgezeicnet mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse. Waldemar Spier ließ sich 1919 als Zahnarzt in Düsseldorf nieder. Mitglied, Obmann im hochklasssigen Fußballverein Fortuna Düsseldorf. NS-Zeit: Dr. Spier wurde massiv verfolgt. Nach dem Novemberpogrom 1938 "Schutzhaft" im Polizeigefängnis Düsseldorf und im KZ Dachau bis zum 7.Dezember 1938. Der ab 1934 mit der katholischen Gertrud Spier verheiratete, kinderlose Waldemar Spier hatte den zweifelhaften Schutz der "Mischehe". Er wurde 1943 zwangsweise als Leiter der Jüd. Restgemeinde eingesetzt; im gleichen Jahr mit seiner Frau verhaftet. Im Anschluss an eine erneute Haft im Gerichtsgefängnis Düsseldorf vom März bis Sepetmber 1944 wurde er nach Auschwitz deportiert. Er starb kurz nach der Befreiung des Lagers an den Haftfolgen. [1003] Gedenken: Dr. Waldemar Sperling-Pokal von Fans der Fortuna Düsseldorf; Stolperstein vor dem Wohnhaus an der Kölner Straße 248. Quelle: -Dominik Groß, Jens Westemeier, Mathias Schmidt, Thorsten Halling, Matthis Krischel (Hg.), Zahnärzte und Zahnheilkunde im "Dritten Reich", 2018 (Mit einem Beitrag zu Waldemar Spier).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.