Robert Sprinz wurde am 06.03.1861 in Hohensalza (Inowrocław) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hohensalza, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Burghaslach, Berlin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Sprinz Abraham (um 1835) und Sprinz Ernestine geb. Lichtenstein (um 1835).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Sprinz Cäcilie geb. Lippmann, die Ehe wurde am 1888 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Sprinz Otto (21.12.1891–21.03.1918) und Schlamme Marie (Maria) geb. Sprinz (27.01.1890–17.11.1975).
Er starb am 20.02.1943 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Robert Sprinz stammte aus der Kaufmannsfamilie Abraham und Ernestine Sprinz (Liebmann) in der damals preußischen Stadt Hohensalza (Inowrazlaw) in der Provinz Posen. Er studierte an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und wurde hier 1885 promoviert. Wohl während seines Studiums hatte er die Kaufmannstochter Cäcilie Lippmann aus Würzburg kennengelernt, mit der er ab 1888 verheiratet war. Die junge Familie mit den Kindern link(Marie (Schlamme)#29640) und Otto lebte zunächst im mittelfränkischen Burghaslach, wo Dr. Sprinz wohl eine erste Praxis führte. 1895 ließ er sich, nach einer kurzen beruflichen Station in Berlin (?), als Praktischer Arzt in Würzburg nieder. Ab 1904/05 war er als Hausarzt, Oberarzt der Inneren Abteilung,schließlich ärztlicher Leiter für die Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg tätig. I. Weltkrieg: Dr. Sprinz stellte 1914-1918 das Krankenhaus als Lazarett zur Verfügung; Leiter der Sanitätskolonne und Infektionsabteilung. Ausgezeichnet mit dem Ehrentitel Sanitätsrat (1914); bayerisches König Ludwig-Kreuz für Kriegsverdienste. Sein Sohn Otto Sprinz, ebenfalls Arzt, fiel 1918 als deutscher Soldat. Ab 1926 betreute Robert Sprinz auch die Insassen des an das Isr. Pfründnerhaus angeschlossenen "Landesheims". 1930 erhielt er, als Dank für den langjährigen Dienst, auf Lebensdauer das Wohnrecht im Stiftungsgebäude an der Dürerstraße 20. 1931 pensioniert, praktizierte er weiter bis zum Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Anfang 1936 (Nachfolger Dr. Gutmann, Dr. Neuberger). Mitglied jüd. Studentenverbindung Salia, Gesellschaft Casino, Kegelclub Dreißiger, Jüd. Kulturbund Würzburg, Zionistische Ortsgruppe. [1016] NS-Zeit: Der bereits ab 1932 verwitwete Dr. Robert Sprinz blieb nach der Emigration seiner Tochter Marie Schlamme allein in Würzburg zurück. Am 23.September 1942 wurde der über 80jährige von seiner letzten Würzburger Unterkunft nach Theresienstadt deportiert [1061] und kam dort nach wenigen Monaten ums Leben. [1027] Gedenken: Stolperstein vor dem Haus Dürerstraße 14 in Würzburg.