Isidor Stein (1870 - 1943)

Isidor Stein wurde am 01.12.1870 in Wallerstein geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wallerstein, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Bad Mergentheim, Ingolstadt, KZ Buchenwald. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Stein Helene geb. Dispecker (um 1840) und Stein Hyronimus (um 1835).

Er war in 2. Ehe verheiratet mit Stein Regina geb. Stern, Rachel, die Ehe wurde am 1896 in Zell/Main geschlossen.

Sein Kind war Riffart Irma geb. Stein (um 1897).

Er starb am 05.03.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Isidor Stein wuchs in der Lehrerfamilie Hyronimus und link(Helene Stein (Dispecker)#30924) in Wallerstein, Schwaben, auf. Nach sieben Klassen Volksschule dort machte er eine Metzgerlehre in (Bad) Mergentheim und arbeitete dann in sieben Städten. Von 1891 bis 1893 leistete er seinen Militärdienst in Ingolstadt. Isidor kam nach Aufenthalten in der Schweiz und Frankfurt am Main um 1895 nach Würzburg und machte sich durch Einheirat mit der verwitweten Regina Fleischmann (Stern) selbständig; Geschäft in der Karmelitenstraße 53 und Grombühlstraße 24, später im eigenen Anwesen Bronnbachergasse 1). Er war Stiefvater von Rudolfine (Arend) und Clothilde Fleischmann sowie Vater von Irma (Riffart). Metzgermeister Stein war Mitglied im Kriegerverein Würzburg; er wählte die Bayerische Volkspartei. NS-Zeit: Im Januar 1936 wurde er nach Denunziationen von Mietern durch die Gestapo-Stelle Würzburg verwarnt. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 19.November aus dem KZ Buchenwald entlassen. Schließung seines Betriebes. Der verwitwete Mann musste sein Haus aufgeben und kam im Dezember 1940 in das Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung. [1016] Im April 1942 musste er die Deportation seiner Stieftochter Clothilde erleben. Er selbst wurde am 23.September 1942 mit 72 Jahren nach Theresienstadt deportiert. [1061]Isisor Fleischmann kam dort nach fünf Monaten ums Leben. [1027] Gedenken: Vor seinem Wohn- und Geschäftshaus in der Bronnbachergasse 1 wurde 2008 ein Stolperstein verlegt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.