Siegfried Steinberger wurde am 19.06.1889 in Colmberg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Colmberg, Rothenburg ob der Tauber, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Wald von Bikernieki. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Steinberger Alexander (um 1850) und Steinberger Regina geb. Liebenstein (um 1855).
Er starb am 26.03.1942 in Wald von Bikernieki.
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Steinberger wuchs mit seinen Geschwistern Edmund, Justin und Ida (Wittelshöfer) in der Händlerfamilie Alexander und link(Regina Steinberger (Liebenstein)#31018) in der mittelfränkischen Gemeinde Colmberg auf. Zwischen 1908 und 1910 leistete er seinen Militärdienst und war von 1914 bis 1917 Kriegsteilnehmer (5.Bayerische Reserve-Division) in Frankreich. Nach seiner Rückkehr führte er mit seinem Bruder Edmund die Viehhandlung "Gebrüder Steinberger" in Rothenburg ob der Tauber. NS-Zeit: Im Oktober/November 1938 wurde der ledige Mann mit den letzten 17 jüd. Einwohnern von Rothenburg gewaltsam aus der Stadt vertrieben; im Dezember 1938 wurde die Stadt für "judenfrei" erklärt. [1023] Ab Anfang November 1938 lebte Siegfried Steinberger in Würzburg. Seine geplante Emigration nach Palästina kam nicht zustande. Er musste Zwangsarbeit in der Stadt leisten und seine Wohnung in der Goethestraße 9 verlassen. Ab April 1941 war er im im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung einquartiert. [1016] Von hier wurde er am 27.November 1941 nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] Über sein weiteres Schicksal besteht keine Sicherheit. Sein Neffe E. Haas gibt in einem Gedenkblatt für Yad Vashem als Todesdatum 1944 im Ghetto Riga an. [1005] Gedenken: Vor seinem Wohnhaus in Rothenburg wurde ein Stolperstein verlegt.