Sigmund Steinhardt (1880 - 1955)

Sigmund Steinhardt wurde am 25.01.1880 in Gaukönigshofen geboren und lebte in Gaukönigshofen, Würzburg, KZ Dachau, Baltimore.

Seine Eltern waren Steinhardt Josef (um 1855) und Steinhardt Karoline geb. Krämer (um 1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Steinhardt Bertha geb. Metzger, die Ehe wurde am 1922 in Würzburg geschlossen.

Sein Kind war Steinhardt Walter Josef (04.01.1923).

Er starb am 27.06.1955 in Baltimore.

Die Grabstätte befindet sich im "Randallstown, Chevra Ahavas Chesed Cemetery".

Weitere Angaben aus den Quellen: Sigmund Steinhardt wuchs mit seinen Geschwistern Mathilde (Huth), Isidor, Salomon, Sali (Grünebaum) und Jakob in der Weinhändlerfamilie Josef und link(Karoline Steinhardt (Krämer)#31091) in Gauköngshofen, Kreis Würzburg, auf. Nach seiner Schul- und Berufsausbildung leistete er seinen Militärdienst als Krankenpfleger (1901-1903). Ab 1910 führte er (mit seinem Bruder Isidor) die Weinhandlung "Gebrüder Steinhardt" (in Würzburg?). I. Weltkrieg: Kriegsteilnehmer bis Herbst 1918 als Sanitäter, Infanterist und in einer Nachrichtenabteilung; ausgezeichnet. Sigmund zog 1919 von Gaukönigshofen nach Würzburg; Teilhaber der Firma, nach dem Tod des Bruders Ende 1933 Inhaber. Sigmund Steinhardt führte seine Geschäftsreisen überwiegend in Sachsen und Schlesien durch. Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten. Ab 1922 war er mit Bertha Metzger aus Wachbach (Bad Mergentheim) verheiratet; 1923 wurde sein Sohn Walter in Würzburg geboren. NS-Zeit: Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 10.Dezember aus dem KZ Dachau entlassen. Schließung der Firma; ab 1939 Zwangsarbeit bei der Reichsbahn in Würzburg. Im Juli/August 1941 konnte er mit seiner Frau zum Sohn in die USA (Baltimore) emigrieren. [1016] (Einreise im Mai 1940 zunächst aus gesundheitlichen Gründen verweigert.) Überfahrt von Sevilla nach New York auf dem Schiff "Navemar". [1019] Seine Geschwister Salomon, Jakob und Sali wurden von Würzburg und Gaukönigshofen deportiert. Sigmund Steinhardt verstarb 1955 mit 75 Jahren in Baltimore [1016] er wurde wie seine Frau Bertha im nahen Randallstown beigesetzt. [1065].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.