Arnold Stern (1917 - 1940)

Arnold Stern wurde am 23.06.1917 in Heßdorf geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heßdorf, Dieburg, Prichsenstadt, Kaufbeuren, Anstalt Lohr, Tötungsanstalt Hartheim, München. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Stern Babette (15.12.1888–1942).

Er starb am 20.09.1940 in Hartheim.

Weitere Angaben aus den Quellen: Arnold Stern wurde als unehelicher Sohn von Babette Stern in Heßdorf (Karsbach) geboren. Er besuchte die Volksschule in Heßdorf und und machte ab etwa 1930 in Dieburg bei Darmstadt eine Metzgerlehre. Den Beruf gab er aber bald auf und arbeitete dann in einer Getreidehandlung in Heßdorf und als landwirtschaftlicher Arbeiter bei einem jüd. Arbeitgeber in Prichsenstadt. NS-Zeit: 1937 erkrankte Arnold Stern psychisch und kam in psychiatrischen Anstalten in München und Kaufbeuren (1937 bis Februar 1939); in Kaufbeuren wurde der als schizophren eingestufte junge Mann sterilisiert (Sterilisationsgesetze). Arnold kehrte zu seiner Mutter nach Heßdorf zurück, wo er mit ihr im Haus Nr. 30 wohnte. [1078] Von Mai 1939 bis zu seiner Festnahme am 2. Dezember 1939 arbeitete er wieder als Landarbeiter auf einem benachbarten Gut in Höllrich. Wegen seines auffälligen Verhaltens wurde er zunächst inhaftiert, dann im Januar 1940 in die Heil- und Pflegeanstalt Lohr eingewiesen, von wo er im September 1940 deportiert wurde. Nach einer kurzen Zwischenstation in der Anstalt Haar-Eglfing wurde der 23jährige in der Tötungsanstalt Hartheim ermordet. [1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.