Karl Stern wurde am 18.10.1881 in Maroldsweisach geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Maroldsweisach, KZ Dachau, Bamberg, Haßfurt, Würzburg, Metz, Kriegsschauplatz, Zuchthaus Straubing, KZ Sachsenhausen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Stern Fanny geb. Kohn (26.03.1849–03.07.1942) und Stern Max (1849–1885).
Er starb am 16.01.1941 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Kaufmann und Makler Karl Stern wuchs in der Familie Max und link(Fanny Stern (Kohn)#31197) in Maroldsweisach, Kreis Haßberge, und der Kreisstadt Haßfurt auf. Nach sieben Klassen Volksschule und einem Jahr am weiterführenden Goldsteinschen Institut in Bamberg machte er eine Lehre in Würzburg (Firma Rosenbaum). Er war dann Kaufmänischer Angestellter in Heidelberg und Aschaffenburg. Von 1901 bis 1903 leistete er seinen Militärdienst in Metz/Lothringen. In Würzburg gründete er 1904 ein Textilwarengeschäft ("Karl Stern", Weiß- und Manufakturwaren, später auch Damenwäsche, kunstgewerbliche Handarbeiten). I. Weltkrieg: Ab 1914 war er Kriegsteilnehmer in Rumänien und an der Westfront; verwundet, ausgezeichnet. 1918/19 in englischer Gefangenschaft. Mitte, Ende der 1920er Jahre gab er sein Textilwarengeschäft auf und war dann als Immobilien,- Hypotheken- und Darlehensvermittler tätig. Anhänger(Deutsche Demokratische Partei), Mitglied im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, NS-Zeit: Der nicht verheiratete Mann war Mitglied im wikide (Kulturbund Deutscher Juden) Würzburg. Im Februar 1938 wurde er vom Landgericht Würzburg wegen "Rassenschande" zu einem Jahr und sechs Monaten Zuchthaus verurteilt. Nach der Entlassung aus dem Zuchthaus Straubing im Februar 1939 kam er in "Schutzhaft" (Gefängnis Würzburg). Karl Stern hatte die Emigration nach Kuba (mit dem Ziel USA) vorbereitet und sollte entlassen werden; die Einreise wurde jedoch gesperrt (Juli 1939). Im November 1939 wurde er auf Betreiben der Gestapo-Stelle Würzburg ("wegen Überfüllung des Gefängnisses und beschränkter Auswanderungsmöglichkeiten") in Konzentrationslager verbracht (KZ Sachsenhausen, 1940 KZ Dachau. [1016] Karl Stern wurde im Januar 1941 in seinem 60.Lebensjahr in Dachau ermordet.