Louis (Ludwig) Stern wurde am 12.03.1894 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Lohr am Main, Aschaffenburg, Klein-Auheim, Klingenberg am Main, Riga-Jungfernhof, Raum Riga, Fürth, Arbeiterkolonie Herzogsägmühle. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Stern Emma geb. Fried (07.09.1852–29.12.1918) und Stern Louis (19.02.1851–24.11.1893).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Schneider Louis (Ludwig) Stern wurde 1894 als Sohn von Louis Stern und dessen Frau link(Emma (Fried)#31193) in Würzburg geboren. Er wuchs mit seinen Schwestern Auguste und Babette bei der früh verwitweten Mutter in deren Heimatort Klingenberg am Main auf. Louis besuchte dort die Volks- und Werktagsschule. Ab 1904 machte er in Fürth eine Weiterbildung und zwischen 1911 und 1914 eine Schneiderlehre in Klingenberg, die er mit der Note sehr gut abschloss. Nach seiner Lehre arbeitete er in Würzburg. Zwischen 1915 und 1919 leistete er seinen Kriegs- und Militärdienst. Danach war er unter anderem in Fürth tätig; zwischen 1923 und 1930 in Aschaffenburg. [1052] NS-Zeit: Louis kehrte wahrscheinlich 1934 nach Würzburg zurück. Hier wohnte er bei seiner Schwester Babette, einer Näherin, in der Weingartenstraße. Der bedürftige Mann wurde durch die Jüdische Winterhilfe unterstützt. 1935/36 kam er für einige Monate wohl zwangsweise in die Arbeiterkolonie Herzogsägmühle in Oberbayern. Ab Januar 1939 arbeitete er als Telefonist und Pförtner im Isr. Kranken- und Pfründnerhaus. Im Februar 1941 sollte Louis Stern dort als Nachfolger von Max Rindsberger angelernt werden. Nach zeitweiser Zwangsarbeit bei der Straßenreinigung war er wieder bei der Jüd. Gemeinde beschäftigt. [1016] Am 27. November 1941 wurde er mit seiner Schwester Babette nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] Danach verlieren sich seine Lebensspuren. [1003].