Ludwig Stern wurde am 15.11.1881 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Paris, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Stern Mina geb. Straßburger (13.02.1857–20.07.1926) und Stern Nathan (24.06.1854–08.06.1932).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Stern wurde 1881 als Sohn von Nathan Stern und seiner Frau Mina, geb. Straßburger, in Würzburg geboren. Hier wuchs er zusammen mit seinen Geschwistern Hermann, Thekla, Albert, Siegfried, Fritz und Oskar auf. Er besuchte die Volksschule und eine Realschule. Nach seinem Schulabschluss machte Ludwig eine zweijährige kaufmännische Lehre in Paris. Um 1911 trat er dann in die elterliche Firma ein ("Nathan Stern", Glas- und Holzmanufaktur, Kaiserplatz 1). Zwischen 1915 und 1918 war er Kriegsteilnehmer und Frontkämpfer . Nach dem Weltkrieg kehrte Ludwig in die Firma seines Vaters zurück und war zusammen mit seinem Bruder Albert und seinem Vater Nathan Teilhaber. Ende der 1920er Jahre übergab Nathan Stern seine Firma an Ludwig und seinen Bruder. Wahrscheinlich um 1931 schied Ludwig aus der Firma aus und war dann Privatier. NS-Zeit: Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen; am 6. Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. Im Januar 1939 "Schutzhaft" in Würzburg. [1078] Ludwig Stern wollte über England in die USA emigrieren, doch seine Bemühungen verliefen erfolglos. Ab 1939 musste er Zwangsarbeit bei Baufirmen und der Stadt Würzburg leisten. Ludwig lebte zunächst mit seinem Bruder Oskar am Haugerring 14, zog Ende 1940 dann mit ihm in den Haushalt ihrer Schwester Thekla, bis auch deren Familie aus der Wohnung vertrieben wurde. Zuletzt lebten Ludwig und Oskar Stern in der Wolfhartsgasse 11. [1057] Am 27.November 1941 wurden beide nach Riga-Jungfernhof deportiert. Ludwig Stern kam vielleicht schon bei der Ankunft des Transportes ums Leben. [1016].