Oskar Stern wurde am 19.11.1896 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Berlin, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Stern Mina geb. Straßburger (13.02.1857–20.07.1926) und Stern Nathan (24.06.1854–08.06.1932).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Oskar Stern wuchs als jüngstes Kind in der großen Kaufmannsfamilie Nathan und link(Mina Stern (Straßburger)#31297) in Würzburg auf, mit seinen Geschwistern Hermann, Ludwig, Thekla, Albert, Siegfried und Fritz. Oskar besuchte die Realschule Institut Adam und die Oberrealschule Würzburg. I. Weltkrieg: Oskar leistete Kriegshilfsdienst. Sein Bruder Fritz überlebte den Krieg nicht. Oskar Stern absolvierte nach dem Krieg sein Studium in Würzburg, das er 1922 mit der Promotion abschloss. Im Anschluss machte er ein Volontariat bei der Dresdner Bank in Berlin; er wurde dann 1924 wegen eines schweren Augenleidens entlassen. NS-Zeit: Im Juni 1934 wurde er kurz von einer SS-Wache festgenommen, weil er "schon mehrere Tage mit einem Christenmädchen spazierenginge". (Es handelte sich um eine befreundete Frau, die dem nahezu erblindeten Mann vorlas.) Im Novemberpogrom 1938 wurde auch Oskar Stern festgenommen und nach einer Woche entlassen. Im Mai 1939 wollte er über Kuba nach New York emigrieren, doch die Emigrationsbemühungen scheiterten. [1016] Oskars Wohnungssituation spitzte sich zu; er lebte zunächst mit seinem Bruder Ludwig zusammen am Haugerring 14, musste dann Ende 1940 mit ihm zur Schwester Thekla ziehen, bis auch diese mit ihrem Mann aus der Wohnung vertrieben wurde. Am 27.November 1941 wurde Dr. Oskar Stern mit seinem Bruder Ludwig nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057].