Walter Bernhard Stern (1911 - 1989)

Walter Bernhard Stern wurde am 26.10.1911 in Darmstadt geboren und lebte in Darmstadt, Würzburg, Haifa, Tel Aviv.

Er starb am 29.12.1989 in Aviv,.

Weitere Angaben aus den Quellen: (Bernhard) Walter Stern kam am 26. Oktober 1911 in Darmstadt als Sohn von Jakob und Recha Stern, geb. Pauly, zur Welt. Kurz nach seiner Geburt zog die kleine Familie nach Würzburg, wo Rechas Familie lebte. Jakob Stern starb dort bereits kurz vor dem zweiten Geburtstag seines Sohnes im Alter von nur 34 Jahren. Weitere Kinder hatte das Ehepaar nicht. Recha Stern zog mit ihrem Sohn zu ihren Eltern. Walter wuchs also im Haus der Großeltern Leopold und Babette Pauly, geb. Hirsch, auf, die das Hotel "Zur blauen Glocke" im Erdgeschoss der Glockengasse 5 führten. Die Familie wohnte ebenfalls dort, während im ersten Geschoss ein koscheres Restaurant von wechselnden Pächtern betrieben wurde. Nur zwei Tage nach dem Tod Leopold Paulys im Februar 1926 verkaufte Babette Hirsch das Anwesen, blieb aber im Haus wohnen. Gleiches gilt wohl auch für Walter Stern, seine Mutter Recha und deren Schwester Paula Pauly. Nur ein knappes Jahr nach dem Großvater starb auch Walters Mutter Recha und so war er bereits mit 15 Jahren Vollwaise. Er besuchte die jüdische Volksschule und anschließend die Oberrealschule. Ab 1927 war er in der Kleiderfabrik "link(S. Sachs#29374") beschäftigt, wo er vermutlich zunächst eine Ausbildung machte. 1936 emigrierte Walter Stern aufgrund der NS-Verfolgungspolitik nach Palästina. Dort heiratete er und bekam zwei Söhne. Bis 1945 war er als Lastwagenfahrer tätig, gründete dann aber eine eigene Transportgesellschaft. Im Unabhängigkeitskrieg von 1948 und während der Suez-Krise von 1956 diente er in der israelischen Armee. Bis 1982 lebte er in Haifa, zog dann nach Tel Aviv um, wo er am 29. Dezember 1989 im Alter von 78 Jahren starb.[1016] Ehemann von Zipora Stern (Kritchevsky) und Vater von Jacob(Kobi) Kochav(Stern) und Yaron (Ronny) Stern. [1066] Weitere Quellen: Informationen der Söhne Yaron Stern und Jakob Stern-Kochav, Recherchen von Rudolf Held.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.