Emanuel Stolberg wurde am 12.03.1905 in München geboren und lebte in München, Burgpreppach, Höchberg, Würzburg, KZ Buchenwald, Haifa, Jerusalem.
Seine Eltern waren Stolberg Michael (um 1875) und Stolberg Selda geb. Klimowitzka (um 1880).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Waldstein Flora geb. Berney, die Ehe wurde am 1927 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Reinharz Hanna Selda geb. Stolberg (19.06.1928), Rudnik Eva Elisabeth geb. Stolberg (20.06.1932) und Shamay Miriam Alisa geb. Stolberg, Elise (30.03.1930).
Er starb am 1981 in Jerusalem.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emanuel Stolberg wuchs in der Kaufmannsfamilie Michael und Selda Stolberg in München auf. Er besuchte nach der Volksschule fünf Jahre ein Gymnasium, dann die Isr. Präparandenschule Burgpreppach und die Isr. Präparandenschule Höchberg, ehe er an der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA in Würzburg seine Ausbildung abschloss. Um 1924 machte er seine erste Lehramtsprüfung; er praktizierte an Jüd. Volksschulen in Würzburg und München und war dann Lehrer an der Höchberger Präparandenschule (1928 Anstellungsprüfung). 1931 wurde er, nach deren Anschluss, von der ILBA Würzburg als Seminarlehrer übernommen. Emanuel Stolberg hatte auch die Aufsicht über das angeschlossene Internat in der Bibrastraße 6. Der streng orthodox eingestellte Mann war Wähler der bayerischen Zentrumspartei oder der Demokraten. Ab 1927 war er mit Flora Berney verheiratet; Vater von Hanna Selda, Miryam Alisa und Eva Elisabeth. NS-Zeit: Ab 1933 (?) war er Leiter der Zionistischen Ortsgruppe. Ab etwa 1934 Vertrauensmann des Palästinaamts für Unterfranken, hier besonders für die Emigration der "Arbeiter- und Jugendkategorien" zuständig. Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). 1938(?) als Nachfolger von Sigmund Seligsberger zum 3.Vorsitzenden der Kultusgemeinde Würzburg gewählt. Im Novemberpogrom 1938 verhaftet (nachdem er wegen des Überfalls auf die ILBA die Polizei zu Hilfe gerufen hatte); am 7.Dezember auf Gesuch seiner Frau Flora aus dem KZ Buchenwald entlassen unter der Auflage der Auswanderung. Er emigrierte im März 1939 mit seiner Familie nach Haifa/Palästina. [1016] 1943 erhielten Emanuel und Flora Stolberg die palästinensische Staatsangehörigkeit. [1155] Ihre Ehe scheiterte an den schwierigen Lebensbedingungen und wurde 1945 geschieden. Emanuel Stolberg verstarb 1981 in Jerusalem.