Moritz Strauß (1897 - 1942)

Moritz Strauß wurde am 24.03.1897 in Thüngen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Thüngen, Hofheim, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Strauß Lina geb. Fleischmann (02.09.1872–12.04.1939) und Strauß Nathan (08.09.1863–25.11.1933).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Strauß Hanna geb. Tannenwald, die Ehe wurde am 1937 geschlossen.

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Moritz Strauß wurde 1897 als Sohn des Händlers Nathan Strauß und seiner Frau link(Lina (Fleischmann)#31652) in Thüngen, Kreis Main-Spessart, geboren; er war der Bruder von Klara, Gretchen und Rosa Strauß, [1016] Frieda und Irma (Heimann). [1066] Er besuchte im Ort sieben Klassen der Volksschule. Danach machte er eine kaufmännische Lehre in Hofheim, Kreis Haßberge, wo er im Anschluss als Reisender arbeitete. Ab 1916 war er Kriegsteilnehmer und als Infanterist in Frankreich und Rumänien stationiert. Nach seiner Rückkehr übernahm er 1919 die elterliche Viehhandlung in Thüngen und führte daneben ein Textilwarengeschäft. NS-Zeit: Im Jahr 1937 heiratete er die aus dem nahen Karbach stammende Hanna ("Hansi") Tannenwald, [1066] die aber schon kurze Zeit später, im Januar 1938 verstarb. Bis Oktober 1938 war er Inhaber der Firma "Moritz Strauß" in Thüngen. Im Dezember 1938 zog er - wahrscheinlich nach dem Novemberpogrom vertrieben - mit seiner Schwester Gretchen nach Würzburg. [1016] Ein Jahr später zog auch seine Schwester Rosa zu ihnen. Moritz musste ab 1939 Zwangsarbeit bei einer Baufirma und beim Städtischen Tiefbauamt leisten. Zu dieser Zeit lebte er mit seinen Schwestern in der Glockengasse 4. [1078] Am 27. November 1941 wurde er mit Rosa und Gretchen nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.