Eugenie Süßer geb. Cahn (1872 - 1944)

Eugenie Süßer geb. Cahn wurde am 12.09.1872 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, KZ Auschwitz, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Cahn Bernhard (09.05.1843–14.02.1895) und Cahn Wilhelmine geb. Wolff (Wolf ?) (05.07.1843–20.03.1925).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Süßer Arthur, die Ehe wurde am 1924 in Würzburg geschlossen.

Sie starb am 1944 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Eugenie Süßer wuchs in der Familie des Getreidehändlers Bernhard Cahn [1003: Kahn?] und dessen Frau Wilhelmine in Würzburg auf. Sie war ab 1924 mit dem Kaufmann Arthur Süßer in Würzburg verheiratet. Teilhaberin, Prokuristin in der Textilwarengroßhandlung "Baumgarten & Stern" in der Haugerpfarrgasse 1. Ehrenamtlich war Eugenie in der Frauengruppe der DDP (Deutsche Demokratische Partei) engagiert; Schriftführerin (um 1919). Mitglied im Jüd. Turn- und Sportverein und in der Gesellschaft Casino Würzburg. NS-Zeit: Die ab etwa 1934 verwitwete, kinderlose Frau blieb in Würzburg zurück. Sie war Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg. Im Februar kam sie nach einer Denunziation für kurze Zeit in Polizeihaft, weil sie von einer Hausangestellten Eier bezogen hatte; von der Gestapo-Stelle Würzburg verwarnt. Ihre Emigrationsbemühungen scheiterten, auch in ein seltenes Exilland wie Ecuador (September 1941). Ab Oktober 1941 war Eugenie Süßer im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerstiftung Würzburg untergebracht. Am 23.September 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert; [1061] im Mai 1944 wurde sie, inzwischen todkrank, nach Auschwitz verschleppt. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.