Emil Goldschmitt wurde am 21.06.1881 in Monsheim geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Monsheim, Frankenthal, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Goldschmitt Heinrich und Goldschmitt Rosa.
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Goldschmitt Rebekka geb. Grünebaum, die Ehe wurde am 14.03.1907 in Düdelsheim geschlossen.
Sein Kind war Goldschmitt Irma (18.12.1907).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emil Goldschmitt wurde am 21. Juni 1881 in Monsheim im Landkreis Alzey-Worms in Rheinland-Pfalz geboren, als Kind von Heinrich Goldschmitt, der am 4. September 1854 in Wachenheim an der Pfrimm auf die Welt kam und als Kaufmann in Monsheim tätig war, und seiner Ehefrau Rosa Goldschmitt. Emil Goldschmitt lebte bis zu seinem 20. Lebensjahr in seinem Geburtsort bevor er ab dem 1. Juni 1900 in Aschaffenburg wohnte. Vermutlich hat er, bevor er nach Aschaffenburg gezogen ist, noch eine Zeit lang in Frankenthal gewohnt, aber leider ist nicht bekannt wie lange dieser Aufenthalt war. Denn sowohl in Monsheim als auch in Frankenthal wurden die Einwohnermeldekarten der jüdischen Mitbürger nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten aus der allgemeinen Einwohnermeldekartei aussortiert und in einer eigenen neu erstellten Judenkartei angelegt, jedoch kann der Name Emil Goldschmitt darin nicht nachgewiesen werden. Am 14. März 1907 heirateten Emil Goldschmitt und Rebekka Rosa Goldschmitt, geborene Grünebaum, in Düdelsheim, dem Geburtsort von Rebekka. Neun Monate später, am 18. Dezember 1907, kam ihre gemeinsame Tochter Irma Goldschmitt auf die Welt. Bis zum 16. September 1910 ist nicht bekannt, wo die Familie in Aschaffenburg gelebt hat und danach sind die Drei mehrmals innerhalb von Aschaffenburg umgezogen. Ab dem 10. Juni 1916 wohnte der Bruder von Rebekka Goldschmitt, Isidor Grünebaum, bis zu seiner Einberufung zum Militärdienst für das Deutsche Kaiserreich nach Ausbruchs des ersten Weltkrieges bei ihnen, starb jedoch am 1. Juli 1916 in der Schlacht an der Somme. Bis zum 1. Februar 1929 hat die Familie Goldschmitt in der Herstallstraße 35 und bis zum 15. November 1935 in der Friedrichstrasse 7a gewohnt. Bevor sie gezwungen wurden bei der Familie Wolfsthal in dem Eckhaus Herstallstrasse 39 – Entengasse 1 zu leben, da die Juden in Aschaffenburg in Sammelhäuser ziehen mussten, war die Familie in der Riesengasse 2 bis zum 28. August 1939 sesshaft. Sein Vater Heinrich Goldschmitt verstarb am 25. September 1930 im Alter 85 Jahren. Der gemeinsamen Tochter Irma Goldschmitt gelang es im Alter von 27 Jahren am 6. Oktober 1934 nach England auszuwandern, aber danach ist leider nichts mehr bekannt über ihr Leben dort. Am 26. März 1942 richtete das Lenkradwerk Gustav Petri in Aschaffenburg, bei dem Emil seit 20. Oktober 1941 mit zwei anderen Juden als Hilfsarbeiter eingesetzt war, ein Gesuch an die Gestapo Würzburg, `die drei Juden (Anm.: Otto Strauß, Emil Goldschmitt, Siegfried Solinger) bei uns belassen zu wollen`. Grund sei sei der Arbeitskräftemangel durch Einzug zur Wehrmacht. Darauf folgender Vermerk in den Gestapoakten, der wahrscheinlich - wie in einem anderen Fall - `fernmündlich` dem Oberbürgermeister mitgeteilt wurde: `Dem Gesuch kann nicht stattgegeben werden`. [1090] Am 23. April 1942 wurden Emil Goldschmitt und Rebekka Rosa Goldschmitt nach Würzburg "evakuiert" und dann weiter nach Krasniczyn in Polen transportiert. Zu diesem Zeitpunkt war Emil 61 Jahre und Rebekka 55 Jahre alt. Der Todeszeitpunkt von den beiden ist leider nicht bekannt, da es keine auffindbaren Informationen darüber gibt. Aber sie wurden wahrscheinlich bis Ende des Jahres 1942 in einem der Vernichtungslager im Raum Lublin in Polen ermordet. Die Notiz in Bemerkung lautet: Aufn.Urk.v.22.Nov.1911 No.35005, Bürgerr.Beschl.v.17.XI.1911.[1001] Er war Eigentümer des Hauses in Aschaffenburg, Riesengasse 2 (alte Hausnr. Lit. D 28) von 1908 bis 1938. Er erwarb das Haus um 73000 M. [1042].