Julius Tannenwald wurde am 04.12.1890 in Estenfeld geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Estenfeld, Würzburg, Anstalt Lohr, Anstalt Eglfing-Haar, Tötungsanstalt Hartheim. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Tannenwald Hanna, Hannchen geb. Ernstthal (30.03.1861–März 1917) und Tannenwald Jakob (um 1865–07.07.1937).
Er starb am 20.09.1940 in Hartheim.
Weitere Angaben aus den Quellen: Julius (Julian) Tannenwald wuchs in der Viehhändlerfamilie Jakob und link(Hannchen Tannenwald (Ernstthal)#31890) in Estenfeld bei Würzburg auf. Nach seiner Volksschulzeit und Berufsausbildung arbeitete er von 1907 bis 1909 als Lagerist bei der Textilwarenfirma "Steuermann & Wimmelbacher" in Würzburg, später als Handelsvertreter an rasch wechselnden Wohnorten. Wie seine Brüder Karl und Louis Tannenwald war er Soldat im I.Weltkrieg; seine Brüder fanden 1916 und 1917 den Kriegstod. Julius Tannenwald erkrankte psychisch und kam schließlich 1926 in die unterfränkische Heil- und Pflegeanstalt Lohr. Im Rahmen der Euthanasiemorde wurde er im September 1940 mit anderen jüd. Patienten nach Eglfing-Haar und weiter in die Tötungsanstalt Hartheim deportiert,[1003] wo er nach der Ankunft in der Gaskammer ermordet wurde. [1066].