Hedwig Tiefenthal geb. Schloß wurde am 04.02.1882 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Schloß Mathilde geb. Lewald (1842–06.12.1901) und Schloss Michael (Moses).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Tiefenthal Eli.
Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Hedwig Tiefenthal wurde 1882 in Würzburg geboren. Sie war die Tochter des Gerbers und Lederhändlers Michael Schloss, der 1867 in Würzburg als Bürger und Kaufmann angenommen wurde, und seiner Frau Mathilde, geb. Lewald. Hedwig hatte noch zwei Geschwister, Ernestine und Hermann, die aber beide nur ein Jahr nach ihrer Geburt verstarben. Bis 1898 besuchte Hedwig die Werktags- und Fortbildungsschule (Volksschule) in Würzburg. Danach war sie zwischen 1897 und 1899 Lehrmädchen und Verkäuferin im Kaufhaus "W. Zapff" (Karl Simon). Ab den 20er Jahren führte sie, zeitweise mit ihrem Ehemann Eli Tiefenthal, die elterliche Leder- und Altwarenhandlung weiter, ehe sie von ihrem Mann geschieden wurde. 1932 verstarb ihr verwitweter Vater, der zuletzt von einer kleinen Rente gelebt hatte. NS-Zeit: Die in ärmlichen Verhältnissen lebende Hedwig wurde durch die Jüdische Winterhilfe unterstützt. [1016] 1941 musste sie aus ihrer langjährigen Wohnung in der Sterngasse 12 ausziehen und war ab Juni im "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 untergebracht. [1016] Am 27. November 1941 wurde Hedwig nach Riga-Jungfernhof deportiert. [1057] Danach verlieren sich ihre Lebensspuren. [1003] Hedwigs früherer Ehemann Eli Tiefenthal wurde 1943 von Berlin nach Auschwitz deportiert.