Luise Walzer wurde am 16.01.1896 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Berlin, Würzburg, Beuthen, Motzen. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Walzer David (02.05.1867–14.06.1910) und Walzer Selma Seline geb. Bloch (16.03.1870–Sept. 1942).
Sie starb am ?März 1945 in Berlin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Luise (Louise) Walzer wurde 1896 in Würzburg in der Fabrikantenfamilie David und link(Selma Seline Walzer (Bloch)#32283) geboren; jüngere Schwester von Pauline (*1894). Die Familie zog Ende 1908 nach Beuthen in Oberschlesien. [1016] NS-Zeit: Die nicht verheiratete Luise Walzer lebte als Sekretärin in Berlin-Charlottenburg und versuchte vergeblich zu emigrieren (Brasilien). Sie musste Zwangsarbeit in Berlin leisten. Im Juli 1942 bat sie um eine Befreiung, um ihre Mutter vor deren Deportation von Gelsenkirchen zu besuchen. Luise Walzer lebte in der Folgezeit versteckt im Untergrund und kam bei dem Nazigegner Walter Frick in Motzen (Brandenburg) unter, der auch den führenden NS-Täter, zugleich Widerstandskämpfer Arthur Nebe beherbergte. Das Versteck flog unter dem starken Verfolgungsdruck auf und Luise Walzer kam mit den anderen Verfolgten Anfang 1945 in die Haftanstalt Berlin-Moabit. Luise Walzer soll nach dem Bericht einer überlebenden Freundin im März 1945 im Polizeigefängnis Berlin-Kaiserdamm erschossen worden sein. Luises Schwester Paula (Pauline) Levy verstarb 1936 in Gelsenkirchen. Ihre Mutter wurde 1942 von dort nach Theresienstadt und Treblinka deportiert und ermordet. Quelle: Barbara Schieb (Gedenkstätte Stille Helden, Berlin), Möglichkeiten und Grenzen der Helferforschung heute – Quellen und exemplarische Fragestellungen, 2011 (Vortrag zur 3.Internationalen Konferenz zur Holocaustforschung - Helfer, Retter und Netzwerker des Widerstands 27./28.Januar 2011, Berlin) [exemplarisch zum Fall Luise Walzer].