Siegfried Gutmann wurde am 21.07.1899 in Hainsfarth geboren und lebte in Hainsfarth, Aschaffenburg, Kreuzlingen, New York, Mannheim, Cherbourg-Octeville.
Seine Eltern waren Gutmann David (11.12.1939) und Gutmann Hedwig geb. Steiner (30.10.1874–18.05.1944).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Gutmann Alice geb. Dreifuß, die Ehe wurde am 08.09.1930 in Konstanz geschlossen.
Sein Kind war Gutmann Edith (07.07.1931).
Weitere Angaben aus den Quellen: Siegfried Gutmann wurde als Sohn des David Gutmann und seiner Ehefrau Hedwig in Hainsfarth geboren und wuchs dort auf [1052][1055]. Er kam 1923 als Reisender und Kleiderfabrikant von Mannheim nach Aschaffenburg und wohnte dort an diversen Adressen [1052]. Im September 1930 heiratete er in Konstanz Alice Dreifuß, Tochter des aus Kreuzlingen in der Schweiz stammenden Viehhändlers Simon Dreifuß und seiner Ehefrau Berta [1052]. Die junge Familie, im Juli 1931 wurde die Tochter Edith geboren, wohnte in Aschaffenburg zunächst in der Bayernstr. 8, ab Dezember 1932 in der Frohsinnstr. 27 I [1052]. Im Januar 1939 verzog die Familie zu ihren Eltern in die Schweiz nach Kreuzlingen [1052], kehrte jedoch offensichtlich kurzfristig wieder nach Aschaffenburg zurück [1019], ehe man im März 1939 über Cherbourg nach New York auswanderte [1019][1055]. Über das Schicksal von Simon Dreifuß und seiner Ehefrau Berta und das von David Gutmann ist nichts bekannt. Hedwig Gutmann wurde im September 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und im Mai 1944 im Auschwitz ermordet. Siegfried Gutmann nahm am 1. Weltkrig als Dragoner vom 27. Februar bis zum 10. September 1918 im Feld-Rekruten Depot 7 der Königlichen Dragoner und vom 10. bis zum 27. September 1918 im linkext(Königlich-Württembergischen Dragoner-Regiment 26 „König“#742) in der Minenwerfer-Abteilung an den Kämpfen vor der Siegfriedfront teil. Vom 27. September 1918 bis zum 27. September 1919 befand er sich in englischer Kriegsgefangenschaft. Am 26. April 1935 wurde ihm durch den Stadtrat von Aschaffenburg das Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen.