Moritz Moses Wertheim wurde am 29.01.1877 in Wehrda (Haunetal) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Wehrda, Krasniczyn, Raum Lublin, Würzburg, Kitzingen. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Wertheim Babette geb. Fernberger (05.09.1846–26.03.1924) und Wertheim Rudolf (29.02.1844–07.03.1927).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Wertheim Emma geb. Nürnberger, die Ehe wurde am 1908 in Nürnberg geschlossen.
Seine Kinder waren Wertheim Heinz (?01.02.1909–07.02.1909) und Wertheim Louis (Ludwig) (01.02.1909–26.02.2005).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Moritz Moses Wertheim war ein Sohn von Rudolf und Babette Wertheim (Fernberger). Er wuchs in Kitzingen auf, wo er auch die Volksschule besuchte. Ab 1891 war er Lehrling, dann Angestellter in der Weinhandlung seines Onkels Jakob Fernberger in Würzburg, in der er ab 1908 Teilhaber war. Im selben Jahr heiratete er Emma Nürnberger aus Nürnberg; 1909 wurde ihr Sohn Louis geboren; der Zwillingsbruder Heinz starb nach der Geburt. 1914 gründete Moritz Wertheim seine eigene Firma, „Moritz Wertheim & Co.“ (Sanderstraße 7, zuletzt Schillerstraße 2); Teilhaber, dann Inhaber. Von 1917 bis 1918 leistete er Kriegsdienst. Er war Mitglied im jüdischen Geselligkeitsverein „Gesellschaft Casino“ (Casinogesellschaft). NS-Zeit: Im Novemberpogrom 1938 wurde Moses Wertheim festgenommen und für eine Woche in Würzburg in „Schutzhaft“ genommen. Wahrscheinlich musste er danach sein Geschäft schließen. Er wollte zu seinem Sohn nach Frankreich emigrieren, was aber scheiterte. Im November 1939 wurde er denunziert und von der Gestapo verwarnt, weil er angeblich „provozierend“ drei Würste an ein Kellerfenster gehängt hatte. Er musste in „Judenwohnungen“ ziehen und lebte ab August 1941 mit seiner Ehefrau im Heim Dürerstraße 20 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung. Am 25. April 1942 wurden beide nach Krasniczyn deportiert und wohl bis Herbst 1942 im Raum Lublin ermordet. Auch seine Brüder Jakob und Salomon Wertheim wurden Opfer der Schoa.