Max Mendel Wolff wurde am 04.12.1890 in Zell am Main geboren und lebte in Zell am Main, Würzburg, Mailand, Nordrhodesien, Livingstone.
Seine Eltern waren Wolff Lippmann (09.01.1856–24.12.1914) und Wolff Rachel geb. Goldschmidt (22.03.1856–28.10.1937).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Wolff Sophie geb. Gotthold, die Ehe wurde am 1922 in Köln geschlossen.
Seine Kinder waren Wolff Ernest L. geb. Ernst Ludwig (05.02.1924–05.07.2010), Wolff Frederick geb. Fritz (24.06.1926–29.03.2016) und Wolff Joseph (24.06.1926–23.05.2021).
Er starb am 24.07.1942 in Livingstone (Sambia).
Die Grabstätte befindet sich im "Livingston, Sambia - Old Cemetery".
Weitere Angaben aus den Quellen: Max Mendel Wolff wurde 1890 in Zell am Main geboren in der kinderreichen Familie des Fabrikanten Lippmann Wolff und dessen Frau link(Rachel (Goldschmidt)#32863). 1898 zog er mit seinen Eltern und Geschwistern in die Nachbarstadt Würzburg. Max führte nach seiner Schul- und Berufsausbildung die elterliche Farbenfabrik "M. Schneider" weiter, zunächst von Zell aus, wo er ein Anwesen besaß, dann von Würzburg. Er stellte hauptsächlich Druckerschwärze her, nach einem eigenem Patent (?). Von 1914 bis 1918 war er Kriegsteilnehmer, -freiwilliger; Unteroffizier in einer bayerischen Artillerieeinheit, Eisernes Kreuz II und andere Auszeichnungen. Im März 1919 war er Angehöriger des konterrevolutionären Freikorps Würzburg. Max Wolff erwarb in der Inflationszeit (?) eine Buchdruckerei (Neubergerstraße 5; später in der Sieboldstraße 5); Verkauf der Farbenfabrik in Zell. Er war ein bekannter Sportler und wurde mehrfach ausgezeichnet. Ehrenamt: Mitglied der Würzburger Kickers; Leiter, Trainer der Leichtathletikabteilung im Reichsbund jüdischer Frontsoldaten, 1926 mit seiner Staffel Sieger beim Lauf "Rund um Würzburg"; Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold (ab 1924). Ab 1932 (?) Ortsvorsitzender des Reichsbundes jüd. Frontsoldaten. Max Wolff trat in der lokalen jüd. Abwehrarbeit gegen Diskriminierungen hervor. NS-Zeit: 1933-1936 Vorsitzender, Mitgründer des Jüd. Turn- und Sportvereins Würzburg. Mit seiner Frau Sophie (Gotthold) war er Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Im Juni/Juli 1936 erfolgte der Verkauf seiner Druckerei und des angeschlossenen Kalenderverlags. Er emigrierte Ende September mit seiner Frau und den Kindern Ernst, Josef und Fritz nach Mailand, wo er wohl in seinem Beruf arbeitete. 1939 reiste die Familie Wolff nach Nordrhodesien aus [1016] und bewirtschaftete dort eine Hühnerfarm. Max Wolff verstarb 1942 mit 51 Jahren in Livingstone. Seine Witwe Sophie und seine Söhne wanderten später nach New York aus.