Siegfried Lewald wurde am 03.07.1893 in Triefenstein geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Homburg am Main, Aschaffenburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Lewald Salomon (07.09.1860–12.01.1940) und Lewald Getti geb. Krakenberger (30.09.1861–08.02.1924).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Lewald Käthe geb. Weissenberg, die Ehe wurde am 09.04.1931 in Gleiwitz geschlossen.
Seine Kinder waren Lewald Hans-Georg (03.01.1936–1942) und Lewald, Winton Roselore, Lore (16.07.1932).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Der Eisengroßhändler Siegfried Lewald entstammte der Ehe des Kaufmanns Salomon Lewald mit Getti, geborene Krakenberger aus Bad Hoburg am Main und kam erstmals am 18. Mai 1910 nach Aschaffenburg. [1052] Am 9. April 1931 heiratete er in Gleiwitz Käthe Weissenberg. Aus der Ehe gingen die Kinder Roselore und Hans Georg hervor. [1052] Roselore wanderte am 1. März 1939 nach London aus. [1055] Siegfried Lewald war während des 1. Weltkrieges Vizefeldwebel im 2. Bayerischen Jäger-Bataillon 3. Kompanie. Er nahm vom 8. August 1914 bis zum 19. November 1918 an zahlreichen Schlachten und Kämpfen teil, die er in der Anlage zu seinem Antrag vom 5. Oktober 1934 auf Verleihung des Ehrenkreuzes in auffallender Akribie aufgelistet hat. [1046] Das Ehrenkreuz für Frontkämpfer wurde ihm am 17. April 1935 durch den Stadtrat von Aschaffenburg verliehen. Außerdem war er Träger des Bayerischen Militär-Verdienst-Kreuzes 3. Klasse mit Schwertern, des Preußischen Eisernen Kreuzes 2. Klasse, der Österreichischen Tapferkeitsmedaille in Bronze und des Edelweiss-Abzeichens 3. Klasse der Deutschen Armee. Er war Eigentümer des Hauses Aschaffenburg, Wermbachstr. 14 (alte Hausnr. Lit. C 171) von 1932 bis 1942. [1042] Siegfried Lewald, seine Ehefrau Käthe und ihr Sohn Hans Georg wurden am 25. April 1942 über Würzburg und Nürnberg nach Krasniczyn deportiert und kamen im Holocaust ums Leben. [1056].