Edith Falk (1911 - 1989)

Edith Falk wurde am 05.07.1911 in Miltenberg geboren und lebte in Miltenberg, Berlin, New York.

Seine Eltern waren Falk Karl (30.03.1882–11.02.1981) und Falk Johanna geb. Hirsch (26.10.1877–29.08.1923).

Er starb am 27.08.1989 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Edith Falk besuchte in Miltenberg in den Jahren 1926/1927 das Gymnasium für Mädchen in Miltenberg in der Hauptstraße. Im Leo Baeck Institut, New York, können ihre Schulzeugnisse eingesehen werden. Danach besuchte Edith Falk die Bildungsanstalt Philantropin in Frankfurt am Main. Edith Falk ist 1935 in die USA emigriert. Ebenso ihr Vater Karl Falk mit seiner zweiten Ehefrau Margarete Falk , ihr Stiefbruder Lothar Falk und ihre Stiefschwester Johanna Siehs geb. Falk. Der Bruder von Edith Falk, Rudolf Falk, hat wegen seiner körperlichen Behinderung kein Visum in die USA erhalten und wurde nach Polen deportiert und dort von den Nationalsozialisten ermordet. Im Warschauer Ghetto verliert sich seine Spur. Die Mutter von Edith Falk Johanna Falk ist bereits 1923 verstorben und in Miltenberg am neuen Jüdischen Friedhof Am Klausrain bestattet. Im Leo Baeck Institute for Jewish History [1039] und unter Dokumente sind ausführliche biografische Daten zu Edith Falk einsehbar. Von ihrer Zeit in Miltenberg und Frankfurt und von ihren beruflichen Lebensphasen in den USA. In einem Aufsatz in englischer Sprache erinnert sich Edith Falk an ihre Kindheit in Miltenberg. Bei Debler wird auf Seite 95 erwähnt, dass Edith Falk 1933 in das Konzentrationslager Dachau inhaftiert wurde. Dies trifft nach Rücksprache mit der Archivabteilung in Dachau nicht zu, denn 1933 waren in Dachau keine Frauen inhaftiert. Auch gibt es keine Hinweise, dass Edith Falk der Kommunistischen Partei nahe stand oder deren Mitglied gewesen sein soll, wie bei Debler auf Seite 95 (siehe Punkt 3 unter Dokumente) erwähnt. Der Bezug dort auf eine "die Wehrkraft zersetzende Witwe" bezieht sich wahrscheinlich auf Berta Mannheimer. Edith Falk war nie verheiratet. [1029] Zu dem bei Debler auf Seite 113 gemachten Vermerk, dass Edith Falk im Drittes Reich Ansagerin beim Straßburger Radiosender gewesen sein soll und dass sie deswegen verhaftet worden sein soll, gibt es keine Beweisunterlagen. Die deutsche Staatsangehörigkeit, wie bei Debler auf Seite 113 vermerkt, wurde allen jüdischen Bürgern durch Ausbürgerung, die sich um eine Auswanderung bemühten, aberkannt. [1029].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.