Rudolf Falk (1919 - 1942)

Rudolf Falk wurde am 20.11.1919 in Miltenberg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Miltenberg, Beelitz, Warschauer Ghetto, München, Berlin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Falk Karl (30.03.1882–11.02.1981) und Falk Johanna geb. Hirsch (26.10.1877–29.08.1923).

Er starb am 1942, 14.04.1942 in Warschauer Ghetto.

Weitere Angaben aus den Quellen: Ernst Moritz berichtet in seinen Erinnerungen über seine Besuche beim Großvater an Miltenberg auch über Rudolf Falk, auf den Seiten 19 und 20. Bei Debler ist vermerkt, dass sich Rudolf Falk nach München abgemeldet hat, von wo aus er in das Lager Trawniki deportiert wurde. [1029] Bei Yad Vashem ist ebenfalls vermerkt, dass Rudolf Falk nach Trawniki deportiert wurde. [1002] Im Bundesarchiv-Gedenkbuch ist vermerkt, dass Rudolf Falk von Beelitz aus über Magdeburg, Berlin, Potsdam am 14.04.1942 in das Warschauer Ghetto deportiert wurde. [1003] Die Wahrscheinlichkeit dieses Deportationsweges ist groß, denn Trawniki war ein Art Ausbildungslager für Hilfskräfte der Gestapo und kein reines Internierungslager. In Beelitz befand sich ein jüdisches Kinderheim und es ist anzunehmen, dass Rudolf Falk dort Zuflucht suchte. Indiv. Info. 1. Komplette Transportlisten der Deporation Berlin - Warschauer Ghetto sind nicht verfügbar. Die Mutter von Rudolf war Johanna Falk, geb. Hirsch. Sie ist am 29.08.1923 verstorben und ist am Jüdischen Friedhof Am Klausrain in Miltenberg bestattet. [1029], [1038] Der Vater von Rudolf war der Kaufmann Karl Falk. Er besaß in Miltenberg eine Zigarrenhandlung. Der Vater konnte mit seiner zweiten Ehefrau Margarete Falk, geb. Hilb in die USA auswandern. [1029] Auch Rudolfs Schwester Johanna Siehs, geb. Falk, Schwester Edith und Bruder Lothar Falk konnten zusammen mit den Eltern am 10.01.1936 mit der MS Columbus ab Bremen nach New York ausreisen. Indiv. Inform 2.: Ausreise: Schiffahrtslisten Bremen - New York. Nur Rudolf hat wegen einer körperlichen Behinderung kein Visum zur Auswanderung in die USA erhalten. Er wurde deportiert und ermordet. [ 1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.