Maximilian Moritz geb. bis 06.05.1909 Marx wurde am 26.10.1882 in Miltenberg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Miltenberg, Ghetto Piaski, München, Aschaffenburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Moritz Siegfried (Süßel) (18.02.1850–14.06.1929) und Moritz Karolina geb. Sommer (20.11.1853–29.04.1938).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Moritz Klara Hermine geb. Mayer, die Ehe wurde am 06.05.1920 in Offenbach am Main geschlossen.
Seine Kinder waren Moritz Alfred (11.05.1921–07.01.2003) und Moritz Ernst August (23.12.1922–2009).
Er starb am 04.04.1942 in Ghetto Piaski.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ende Januar 1909 für etwa einen Monat in Aschaffenburg als gepr. Rechtspraktikant zur Vertretung bei Rechtsanwalt Schottenfels [1046]. Maximilian Moritz diente bis 1918 als Offizier in den Vogesen und vor Verdun. Träger des Eisernen Kreuzes und des Bayerischen Militärverdienstordens. Nach 1918 Amtsrichter in München. 1930 Beförderung zum Landgerichtsrat. Landgerichtsrat München I, Signatur: Bay HStA, MJu 19575. www.gda.bayern.de 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft entlassen. Daten entnommen aus der Selbstbiografie seines Sohnes, Ernst August Moritz , "Ein jüdischer Enkel besucht seine Großeltern in Miltenberg 1930 - 1936", Seite 15 Maximilian Moritz brachte seinen Sohn Ernst im Mai 1937 nach England, konnte jedoch selbst nicht bleiben, da er keinen Bürgen dort für sich fand. Nachzulesen bei Ernst August Moritz unter Individuelle Informationen, Punkt 2, Ernest Moritz Biography. Vom 10.11.1938 bis 13.12.1939 Aufenthalt im Konzentrationslager Dachau, Häftlingsnummer 19633. Quelle: Einlieferungsliste KZ Dachau, Gedenkstätte Dachau. Maximilian Moritz war vom September 1919 bis Februar 1933 Mitglied der SPD, Seite 516 aus: Verfolgung jüdischer Richter von Brigitte Gmelin. Ab 1932 Mitglied in der Israelitischen Kultusgemeinde München. Mitglied des Finanz- und Stiftungsausschusses und des Schulausschusses. Im Jahre 1935 war er auch im Vorstand des Verbandes Bayerischer Israelitischer Gemeinden und beim Schiedsgericht für Gemeindevertreter. Schon im März 1939 waren alle Wertpapiere des Ehepaares Moritz eingezogen worden. Am 27. März 1939 mussten sie ihre Wertgegenstände (Schmuck, Tafelsilber und sogar eine goldene Zahnkrone) beim Städtischen Leihamt abliefern. Das Mobiliar und den sonstigen Hausrat mussten sie beim Auszug aus der Georgenstraße lassen. Alles wurde beschlagnahmt und zum Teil versteigert. Ebenso wurden alle Bankguthaben eingezogen, nachdem das Ehepaar Moritz "unbekannt verzogen" und daher sein Vermögen "verfallen" war. Ab September 1941 musste Maximilian Moritz den Judenstern tragen. Ab 5. März 1942 war Maximilian Moritz in das mit jüdischen Leidensgenossen überfüllte Haus Hohenzollernstraße 4, das ehemalige jüdische Lehrlingsheim, eingewiesen. Maximilian Moritz wurde zusammen mit seiner Ehefrau Klara Hermine Moritz in das von den Nationalsozialisten besetzte Polen deportiert und starb im Ghetto Piaski. [1024] Auf dem Grabstein seiner Mutter Karoline Moritz am Jüdischen Friedhof "Am Klausrain" wurde auf Initiative von Frau Sophie Zöller und Herrn Reffel aus Miltenberg, ein Gedenken an Maximilian Moritz und die ermordeten Angehörigen der Familie Moritz angebracht. Die beiden Söhne Alfred Moritz und Ernst Moritz konnten 1937 rechtzeitig nach England auswandern. Unter "Individuelle Informationen" können die Erinnerungen seines Sohnes Ernst an seine Besuche in Miltenberg nachgelesen werden. Maximilian Moritz ist in dem Buch von Ilse Macek erwähnt: Ausgegrenzt-Entrechtet-Deportiert, Schwabing und Schwabinger Schicksale 1933 - 1945, Kapitel 13: Brigitte Gmelin: Verfolgung jüdischer Richter, Landgerichtsrat Maximilian Moritz, Volk Verlag, ISBN 393 7200 436, 2008. Mit freundlicher Genehmigung des Verlages kann unter Individuelle Informationen der vollständige Text über Maximilian Moritz des Kapitels 13 von Brigitte Gmelin nachgelesen werden.