Bertha Mannheimer geb. Schloß wurde am 02.11.1875 in Gemünden geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Gemünden am Main, Miltenberg, Nürnberg, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Schloß Bär, Wolf Bär und Schloß Karolina geb. Angermann (15.06.1840).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Mannheimer Josef, die Ehe wurde am 1899 in geschlossen.
Ihre Kinder waren Mannheimer Leo Wilh. (26.04.1900) und Hofmann Theodora geb. Mannheimer (30.04.1902).
Sie starb am 06.05.1943 in Theresienstadt.
Die Grabstätte befindet sich im "Jüdischer Friedhof am Klausrain (Monbrunner Straße) Miltenberg".
Weitere Angaben aus den Quellen: Berta Mannheimer wuchs in der Kaufmannsfamilie Wolf Bär und Karolina Schloß in der unterfränkischen Kleinstadt Gemünden, Landkreis Main-Spessart, auf. 1899 heiratete sie den Kaufmann Josef Mannheimer, mit dem sie dann ein Manufaktur- und Modewarengeschäft in der unterfränkischen Kreisstadt Miltenberg führte und die Kinder Leo und Theodora großzog. Unter Dok.1 können das Firmenemblem und unter Dok. 2 die Visitenkarte der Firma Mannheimer angeschaut werden. Der Vater von Bertas Ehemann Josef Mannheimer, Leon Mannheimer, hatte das Firmenschild seinerzeit bei der Firmengründung am Haus angebracht. Ab 1926 lebte Berta Mannheimer als Witwe in Miltenberg. Nach 1939 musste sie ihr Haus in der Hauptstraße Nr. 147 räumen und in das "Judenasyl" ("Judenhaus") in Miltenberg ziehen. Das Haus Nr. 371 in der Hauptstrasse (Neue Hausnummer nach 1945: 193) wurde als Sammelhaus für Miltenberger Bürger jüdischen Glaubens benutzt, in dem während der NS-Zeit vor dem Abtransport Juden interniert wurden (schon Ende 1938). [1029] Im November 1941 wurde sie bei der Gestapo denunziert, weil sie bei einem befreundeten Kaufmann eine geringe Menge Likör gekauft hatte. Im März 1942 wurde sie mit ihrer langjährigen Köchin, der sie ihr Haus geschenkt hatte, inhaftiert. Quelle: Originalunterlagen im Staatsarchiv Würzburg Gestapo Dokument 6898. Ende März 1942 kam sie nach Würzburg in das Jüd. Altenheim in der Konradstraße 3. Von dort wurde sie am 10. September 1942 ins Ghetto Theresienstadt deportiert, wo sie im Mai 1943 starb. [1016] Auf dem Grabstein von Bertas Ehemann, Josef Mannheimer, auf dem jüdischen Friedhof am Klausrain ist eine Gedenkinschrift an seine in Theresienstadt ermordete Ehefrau Berta angebracht. [1038].